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Verständnisfrage zu top
(too old to reply)
Heino Tiedemann
2010-12-16 17:23:41 UTC
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Hallo,

gaht um die ausgabe von "top".

Eigentlich einfach, aber ich schnall' es nicht.

am Beispiel dieses Bildes:
Loading Image...

Was sehe ich auf dem Bild:

- meine CPU wird gerade mit 94,4% "benutzt"

- unter der spalte WCPU sehe ich, das Xorg 2,49% der CPU(WCPU?)
benutzt?


Mir persönlich wird jetzt aus der Liste nicht klar, wer der der
"schlimme Finger" ist, der die CPU so auslastet.

Oder interpretiere ich das falsch? Wie ist die Liste zu lesen?

Heino


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Oliver Fromme
2010-12-16 18:47:09 UTC
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Post by Heino Tiedemann
gaht um die ausgabe von "top".
Eigentlich einfach, aber ich schnall' es nicht.
top ist eigentlich nicht wirklich einfach. Die diversen
Werte werden häufig falsch interpretiert, typisches Bei-
spiel ist der "freie" Speicher.
Post by Heino Tiedemann
http://rotkap.gmxhome.de/top1.png
- meine CPU wird gerade mit 94,4% "benutzt"
Wobei hier "gerade" nicht gleichzusetzen ist mit "in diesem
Augenblick", sondern über das Zeitintervall seit der letzten
Aktualisierung gemittelt. Das ist ein kleiner Unterschied,
der manchmal bedeutsam sein kann.
Post by Heino Tiedemann
- unter der spalte WCPU sehe ich, das Xorg 2,49% der CPU(WCPU?)
benutzt?
Das W steht für weighted (gewichtet). Siehe die Option -C
in der top(1)-Manpage.
Post by Heino Tiedemann
Mir persönlich wird jetzt aus der Liste nicht klar, wer der der
"schlimme Finger" ist, der die CPU so auslastet.
Den siehst Du in der Ausgabe von top nicht unbedingt. Denk
daran, dass top immer nur eine Momentaufnahmen des Zustands
der aktuellen Prozess-Tabelle anzeigt, der nur alle zwei
Sekunden aktualisiert wird. Für einen Prozessor ist das
eine halbe Ewigkeit, in der hunderte oder gar tausende von
Prozessen gestartet und wieder beendet werden können, ohne
dass Du die zu Gesicht bekommst.

Typisches Beispiel wäre, wenn Du eine Software baust, z.B.
einen Port. Da laufen zahlreiche Instanzen von Compiler,
Assemblern und Preprozessoren, aber meistens siehst Du die
in der top-Ausgabe nicht, weil jeder einzelne Prozess davon
viel kürzer als zwei Sekunden läuft. Ab und zu wird top
natürlich mal zufällig einen gcc (o.ä.) "erwischen", vor
allem, wenn eine sehr große Quelltext-Datei compiliert
werden muss.

Das Bild, das Du angegeben hast, sieht recht typisch für
den Fall aus, dass nebenher eine Software gebaut wird.
Aber es kann natürlich auch etwas anderes sein.

Gruß
Olli
--
Oliver Fromme, secnetix GmbH & Co. KG, Marktplatz 29, 85567 Grafing b. M.
Handelsregister: Registergericht Muenchen, HRA 74606, Geschäftsfuehrung:
secnetix Verwaltungsgesellsch. mbH, Handelsregister: Registergericht Mün-
chen, HRB 125758, Geschäftsführer: Maik Bachmann, Olaf Erb, Ralf Gebhart

FreeBSD-Dienstleistungen, -Produkte und mehr: http://www.secnetix.de/bsd

"I made up the term 'object-oriented', and I can tell you
I didn't have C++ in mind."
-- Alan Kay, OOPSLA '97


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Heino Tiedemann
2010-12-16 19:17:37 UTC
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Post by Oliver Fromme
Post by Heino Tiedemann
Mir persönlich wird jetzt aus der Liste nicht klar, wer der der
"schlimme Finger" ist, der die CPU so auslastet.
Den siehst Du in der Ausgabe von top nicht unbedingt.
Aha. Deine posting sind mal wieder sehr lehrreich!
Post by Oliver Fromme
Typisches Beispiel wäre, wenn Du eine Software baust, z.B.
einen Port.
Das genau war mein Beispiel :)

Ein Portb au legt meinen Single Core immer derbe lahm.

ich wollte mir das mal visualisieren.
Post by Oliver Fromme
Da laufen zahlreiche Instanzen von Compiler,
Assemblern und Preprozessoren, aber meistens siehst Du die
in der top-Ausgabe nicht, weil jeder einzelne Prozess davon
viel kürzer als zwei Sekunden läuft. Ab und zu wird top
natürlich mal zufällig einen gcc (o.ä.) "erwischen", vor
allem, wenn eine sehr große Quelltext-Datei compiliert
werden muss.
einen cc1pp oder so gabs mal "oben" auf der liste.
Post by Oliver Fromme
Das Bild, das Du angegeben hast, sieht recht typisch für
den Fall aus, dass nebenher eine Software gebaut wird.
Treffer :)

Mal ne Frage: kann ich mir das irgendwie mit einem anderen Komando
klarmachem, WAS da gerade so die CPU gelegt?

Unter Windows kann man in dem sogenanten Taskmanager die Prozesse
nach CPU-Zeit sortieren, und das bringt meist recht schnell die
"fresser" nach oben (auch nicht Dauerhaft aber doch recht
frequentiert). Sowas suche ich.



Heino



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Björn Oelke
2010-12-16 20:04:09 UTC
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Post by Heino Tiedemann
Post by Oliver Fromme
Da laufen zahlreiche Instanzen von Compiler,
Assemblern und Preprozessoren, aber meistens siehst Du die
in der top-Ausgabe nicht, weil jeder einzelne Prozess davon
viel kürzer als zwei Sekunden läuft.
Mit -s kannst du auch den Intervall angeben.

(snip)
Post by Heino Tiedemann
Unter Windows kann man in dem sogenanten Taskmanager die Prozesse
nach CPU-Zeit sortieren, und das bringt meist recht schnell die
"fresser" nach oben (auch nicht Dauerhaft aber doch recht
frequentiert). Sowas suche ich.
-Co cpu

Entschuldige die Kürze, ich schreibe vom Telefon aus :)


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Björn Oelke
2010-12-16 20:12:53 UTC
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Post by Heino Tiedemann
Post by Oliver Fromme
Da laufen zahlreiche Instanzen von Compiler,
Assemblern und Preprozessoren, aber meistens siehst Du die
in der top-Ausgabe nicht, weil jeder einzelne Prozess davon
viel kürzer als zwei Sekunden läuft.
Mit -s kannst du auch den Intervall angeben.

(snip)
Post by Heino Tiedemann
Unter Windows kann man in dem sogenanten Taskmanager die Prozesse
nach CPU-Zeit sortieren, und das bringt meist recht schnell die
"fresser" nach oben (auch nicht Dauerhaft aber doch recht
frequentiert). Sowas suche ich.
-Co cpu

Entschuldige die Kürze, ich schreibe vom Telefon aus :)


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Marc Santhoff
2010-12-16 20:26:02 UTC
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Post by Heino Tiedemann
Mal ne Frage: kann ich mir das irgendwie mit einem anderen Komando
klarmachem, WAS da gerade so die CPU gelegt?
man top

Oder kurz: Tipp mal die Taste 'h' wenn top läuft ... ;)
Post by Heino Tiedemann
Unter Windows kann man in dem sogenanten Taskmanager die Prozesse
nach CPU-Zeit sortieren, und das bringt meist recht schnell die
"fresser" nach oben (auch nicht Dauerhaft aber doch recht
frequentiert). Sowas suche ich.
o cpu
--
Marc Santhoff <***@web.de>



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Polytropon
2010-12-16 20:34:41 UTC
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Post by Heino Tiedemann
Post by Oliver Fromme
Da laufen zahlreiche Instanzen von Compiler,
Assemblern und Preprozessoren, aber meistens siehst Du die
in der top-Ausgabe nicht, weil jeder einzelne Prozess davon
viel kürzer als zwei Sekunden läuft. Ab und zu wird top
natürlich mal zufällig einen gcc (o.ä.) "erwischen", vor
allem, wenn eine sehr große Quelltext-Datei compiliert
werden muss.
einen cc1pp oder so gabs mal "oben" auf der liste.
Du kannst z. B. mal "top -s 0" probieren (geht aber nur
mit root-Rechten), dann siehst Du es genauer und zeitlich
auch "besser aufgelöst"; Nachteil ist allerdings, daß so
ein intendiver top-Prozeß sich ebenfalls lastmäßig bemerk-
bar macht, man es aber mit -t unterdrücken kann (die
Bemerkbarmachung, nicht die Last).
Post by Heino Tiedemann
Mal ne Frage: kann ich mir das irgendwie mit einem anderen Komando
klarmachem, WAS da gerade so die CPU gelegt?
Schau Dir mal htop (aus den Ports) an: PF6 (Sort By), und
dann TIME+ wählen.
--
Polytropon
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Happy FreeBSD user since 4.0
Andra moi ennepe, Mousa, ...


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Heino Tiedemann
2010-12-23 17:19:31 UTC
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Tach,

erst mal danke an alle.

Kann mir vieleicht einer noch mal in dem Zusammenhang dieses aus der
manpage zu TOP erklären:

,----
| OPTIONS
| -C Toggle CPU display mode. By default top displays the weighted
| CPU percentage in the WCPU column (this is the same value that
| ps(1) displays as CPU). Each time -C flag is passed it toggles
| between "raw cpu" mode and "weighted cpu" mode, showing the
| "CPU" or the "WCPU" column respectively.
`----



Ich Frage mich, was ist das - Rohe CPU und gewichtete CPU?

Heino





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Oliver Fromme
2010-12-24 12:04:21 UTC
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Post by Heino Tiedemann
Ich Frage mich, was ist das - Rohe CPU und gewichtete CPU?
Hast Du mal versucht, Google zu bemühen?
Das liefert u.a. folgendes:

http://unix.derkeiler.com/Newsgroups/comp.unix.bsd.freebsd.misc/2006-11/msg00120.html

Gruß
Olli
--
Oliver Fromme, secnetix GmbH & Co. KG, Marktplatz 29, 85567 Grafing b. M.
Handelsregister: Registergericht Muenchen, HRA 74606, Geschäftsfuehrung:
secnetix Verwaltungsgesellsch. mbH, Handelsregister: Registergericht Mün-
chen, HRB 125758, Geschäftsführer: Maik Bachmann, Olaf Erb, Ralf Gebhart

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"Life is short (You need Python)"
-- Bruce Eckel, ANSI C++ Comitee member, author
of "Thinking in C++" and "Thinking in Java"


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Bernd Walter
2010-12-16 23:49:28 UTC
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Post by Heino Tiedemann
Post by Oliver Fromme
Typisches Beispiel wäre, wenn Du eine Software baust, z.B.
einen Port.
Das genau war mein Beispiel :)
Ein Portb au legt meinen Single Core immer derbe lahm.
ich wollte mir das mal visualisieren.
Post by Oliver Fromme
Da laufen zahlreiche Instanzen von Compiler,
Assemblern und Preprozessoren, aber meistens siehst Du die
in der top-Ausgabe nicht, weil jeder einzelne Prozess davon
viel kürzer als zwei Sekunden läuft. Ab und zu wird top
natürlich mal zufällig einen gcc (o.ä.) "erwischen", vor
allem, wenn eine sehr große Quelltext-Datei compiliert
werden muss.
einen cc1pp oder so gabs mal "oben" auf der liste.
Post by Oliver Fromme
Das Bild, das Du angegeben hast, sieht recht typisch für
den Fall aus, dass nebenher eine Software gebaut wird.
Treffer :)
Mal ne Frage: kann ich mir das irgendwie mit einem anderen Komando
klarmachem, WAS da gerade so die CPU gelegt?
Solche kurzlebigen Prozesse kannst du nicht wirklich gut erkennen.
Es gibt allerdings Anhaltspunkte, nämlich eine schnell hochzählende
"last pid".
Du solltest auch mal top -S -H machen - normalerweise zeigt der top
nämlich keineswegs alle Prozesse, sondern lässt die Systemprozesse
weg - das sind neben einem idle pro CPU, der in deinem Fall wohl
nicht viel CPU abbekommt, auch welche, die im Kernel aufräumen,
Netzwerkdaten bearbeiten, etc...
Kürzlich hat bei mir z.B. der flowcleaner verklemmt und meinte
die CPU zu fordern.
Post by Heino Tiedemann
Unter Windows kann man in dem sogenanten Taskmanager die Prozesse
nach CPU-Zeit sortieren, und das bringt meist recht schnell die
"fresser" nach oben (auch nicht Dauerhaft aber doch recht
frequentiert). Sowas suche ich.
Naja, aber kurzlebige Prozesse kommen gar nicht erst dazu
viel CPU zu schlucken, sondern erst die Vielzahl derer macht
eine große Gesammtmenge aus, während so ein XOrg schnell mal
auf einige Tage CPU kommt.
Bei mir gerade z.B. XOrg mit 172 Stunden und Seamonkey mit 436 Stunden.
Die laufen halt auch schon ein paar Monate...
--
B.Walter <***@bwct.de> http://www.bwct.de
Modbus/TCP Ethernet I/O Baugruppen, ARM basierte FreeBSD Rechner uvm.


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Timm Wimmers
2010-12-17 10:24:45 UTC
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Post by Heino Tiedemann
Unter Windows kann man in dem sogenanten Taskmanager die Prozesse
nach CPU-Zeit sortieren, und das bringt meist recht schnell die
"fresser" nach oben (auch nicht Dauerhaft aber doch recht
frequentiert). Sowas suche ich.
$ top -o cpu

:-)
--
Gruß, Timm


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Oliver Fromme
2010-12-17 14:35:02 UTC
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Post by Heino Tiedemann
Post by Oliver Fromme
[...]
Typisches Beispiel wäre, wenn Du eine Software baust, z.B.
einen Port.
Das genau war mein Beispiel :)
Ein Portb au legt meinen Single Core immer derbe lahm.
Das kann an verschiedenen Dingen liegen, nicht unbedingt an
der CPU-Zeit, die die Prozesse schlucken (das kann man z.B.
mit nice(1) in den Griff bekommen).

Das Bauen eines Ports verursacht auch ein gewisses Maß an
I/O-Last. Dieses macht paradoxerweise sich um so stärker
bemerkbar, je schneller die CPU ist, da sie dann häufiger
auf die Platte warten muss. Auch die Option -j bringt in
so einer Situation nicht viel, wenn überhaupt.

Wenn das Bauen eines Ports auf der Platte herumrödelt, ist
es natürlich einleuchtend, dass andere Programme nicht mehr
so schnell zum Zuge kommen. Dein Desktop und andere inter-
aktive Sachen werden dann spürbar ausgebremst.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man diese Situation
etwas bessern kann. Zum Beispiel kannst Du (bei aktuellem
FreeBSD 8) von den ata(4)+ad(4)-Treibern zu ahci(4)+ada(4)
wechseln, so dass Du in den Genuß von NCQ und anderer Ver-
besserungen kommst. Das wirkt sich positiv auf die Disk-
Performance aus.

Wirksam, aber nicht ganz billig, ist der Einbau einer SSD.
Die hat nämlich nicht nur einen höheren Durchsatz, sondern
eine verschwindend geringe Seek-Time, was zu einer hohen
Zahl von IOPS (I/O operations per second) führt, und genau
das ist es, was beim Port-Bauen (unter anderem) von Vorteil
ist.

Nachdem auf alternate.de neulich die OCZ Vertex2 E (120 GB)
im Angebot war, habe ich da zugeschlagen und sie in meine
Workstation daheim eingebaut. Da ist jetzt das Basis-
system drauf. Die »normale« 1TB-Festplatte, die bisher
drin war, habe ich drin gelassen und verwende sie als
»Datenhalde« für größere Sachen.

Das Ding schafft 250 bis 280 MByte/s und 50.000 IOPS.
Alles, was auf der Platte herummacht, ist damit eine wahre
Freude, sei es Ports bauen, make world, das Arbeiten mit
größeren Verzeichnisstrukturen (find, rm -r, .tar aus- und
einpacken usw.), und sogar das Abarbeiten der rc-Files beim
Booten geht erheblich schneller. Die Zeit vom root-Mount
bis zum Anzeigen des xdm-Login-Bildschirms hat sich bei mir
rund auf ein Viertel (!) reduziert.

(Das soll jetzt keine Werbung sein; ich stehe in keiner
Geschäftsbeziehung mit OCZ oder Alternate. Ich bin nur ein
zufriedener Privatkunde, der seine Erfahrungen weitergibt.)
Post by Heino Tiedemann
Post by Oliver Fromme
Das Bild, das Du angegeben hast, sieht recht typisch für
den Fall aus, dass nebenher eine Software gebaut wird.
Treffer :)
Mal ne Frage: kann ich mir das irgendwie mit einem anderen Komando
klarmachem, WAS da gerade so die CPU gelegt?
Ja, mit top oder ps. Das zeigt Dir genau an, welche Pro-
zesse »gerade« laufen, also exakt in dem Augenblick, in dem
top bzw. ps die Process-Table abfragen, um sie anzuzeigen.

Damit siehst Du natürlich nicht die Prozesse, die bereits
wieder beendet sind, weil sie vor ein paar Millisekunden
liefen.

Wenn Du wirklich verlässlich _alle_ Prozesse sehen willst,
egal wie lang sie laufen, musst Du das Process-Accounting
aktivieren (dazu gibt's ein Kapitel im Handbook). Das
zeichnet jeden einzelnen Prozess auf, der ausgeführt wird.
Da das mit einem gewissen Overhead verbunden ist (CPU-Zeit
und Plattenplatz), macht man davon nur in Ausnahmefällen
Gebrauch. Alternativ kann man auch die Auditing-Features
oder dTrace verwenden, um alle fork/exec*-Calls zu loggen.

Ein anderer Trick, den man anwenden kann, ist, mithilfe
von cpufreq den Prozessor vorübergehend stark zu bremsen.
Die Chance ist dann deutlich größer, dass Du die Prozesse
in top zu Gesicht bekommst. Wie gut das funktioniert,
hängt allerdings von der CPU ab; manche kann man bis auf
100 oder 50 MHz abbremsen, bei anderen wiederum kann man
den Takt maximal halbieren (was nicht viel bringt).

Alternativ schreibst Du eine kleine Endlosschleife (genügt
schon in der Shell: »while :; do; done«) und gibst ihr
vorsichtig negative nice-Werte (geht nur als root), so dass
sie mehr CPU-Anteil bekommt. Die anderen Prozesse, die
auch die CPU haben wollen, werden dann entsprechend ausge-
bremst, so dass auch wieder die Chance steigt, sie in top
zu Gesicht zu bekommen. In dem Fall solltest Du auch top
selbst eine höhere Priorität geben (negativer nice-Wert),
damit es mit der Anzeige hinterherkommt.
Post by Heino Tiedemann
Unter Windows kann man in dem sogenanten Taskmanager die Prozesse
nach CPU-Zeit sortieren, und das bringt meist recht schnell die
"fresser" nach oben (auch nicht Dauerhaft aber doch recht
frequentiert). Sowas suche ich.
Der Windows-Taskmanager hat exakt das gleiche Problem wie
top: Sehr kurzlebige Prozesse wirst Du da kaum sehen.
Es ist nur so, dass Windows so einen schlechten Scheduler
hat, dass Prozesse dort traditionell eher langlebig sind.
Daher siehst Du sie dort. ;-)

Gruß
Olli
--
Oliver Fromme, secnetix GmbH & Co. KG, Marktplatz 29, 85567 Grafing b. M.
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Franz Schubert's Symphony number 9."
-- Erwin Dieterich


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Marc Santhoff
2010-12-26 17:45:36 UTC
Permalink
Hallo Olli, moin liebe Leute,
Post by Oliver Fromme
Wirksam, aber nicht ganz billig, ist der Einbau einer SSD.
Die hat nämlich nicht nur einen höheren Durchsatz, sondern
eine verschwindend geringe Seek-Time, was zu einer hohen
Zahl von IOPS (I/O operations per second) führt, und genau
das ist es, was beim Port-Bauen (unter anderem) von Vorteil
ist.
Nachdem auf alternate.de neulich die OCZ Vertex2 E (120 GB)
im Angebot war, habe ich da zugeschlagen und sie in meine
Workstation daheim eingebaut. Da ist jetzt das Basis-
system drauf. Die »normale« 1TB-Festplatte, die bisher
drin war, habe ich drin gelassen und verwende sie als
»Datenhalde« für größere Sachen.
Dazu habe ich eine Anschlußfrage:

Gelingt es so, daß die 1 TB-Platte sich hin und wieder mal "schlafen
legt", also bei ausbleibenden Zugriffen abschaltet, oder geht das unter
FreeBSD bei montiertem Dateisystem grundsätzlich nicht?
Post by Oliver Fromme
Das Ding schafft 250 bis 280 MByte/s und 50.000 IOPS.
Alles, was auf der Platte herummacht, ist damit eine wahre
Freude, sei es Ports bauen, make world, das Arbeiten mit
größeren Verzeichnisstrukturen (find, rm -r, .tar aus- und
einpacken usw.), und sogar das Abarbeiten der rc-Files beim
Booten geht erheblich schneller. Die Zeit vom root-Mount
bis zum Anzeigen des xdm-Login-Bildschirms hat sich bei mir
rund auf ein Viertel (!) reduziert.
(Das soll jetzt keine Werbung sein; ich stehe in keiner
Geschäftsbeziehung mit OCZ oder Alternate. Ich bin nur ein
zufriedener Privatkunde, der seine Erfahrungen weitergibt.)
Ich würde mich mit dem Anschaffungswiderstand schon anfreunden können,
wenn dabei ein Laufgeräusch weniger herausspringt. Netzteil und
CPU-Lüfter inm meinem Arbeitsrechner sind schon ziemlich leise, wenn
dann auch noch die große Platte meistens aus wäre ... alternativ könnte
man ein NAS im Nebenraum ins Auge fassen, aber ein kompletter Rechner in
einem Gehäuse ist mir eigentlich lieber.

Fröhliches Schneeschaufeln,
Marc
--
Marc Santhoff <***@web.de>



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Daniel C. Dowse
2010-12-26 19:54:07 UTC
Permalink
----- Reply to Message -----
From: Marc Santhoff <***@web.de>
Date: Sun, 26 Dec 2010 18:45:36 +0100
To: de-bsd-***@de.freebsd.org
Subject: Re: Verständnisfrage zu top

---- You wrote ----
Post by Marc Santhoff
Hallo Olli, moin liebe Leute,
Post by Oliver Fromme
Wirksam, aber nicht ganz billig, ist der Einbau einer SSD.
Die hat nämlich nicht nur einen höheren Durchsatz, sondern
eine verschwindend geringe Seek-Time, was zu einer hohen
Zahl von IOPS (I/O operations per second) führt, und genau
das ist es, was beim Port-Bauen (unter anderem) von Vorteil
ist.
Nachdem auf alternate.de neulich die OCZ Vertex2 E (120 GB)
im Angebot war, habe ich da zugeschlagen und sie in meine
Workstation daheim eingebaut. Da ist jetzt das Basis-
system drauf. Die »normale« 1TB-Festplatte, die bisher
drin war, habe ich drin gelassen und verwende sie als
»Datenhalde« für größere Sachen.
Gelingt es so, daß die 1 TB-Platte sich hin und wieder mal "schlafen
legt", also bei ausbleibenden Zugriffen abschaltet, oder geht das unter
FreeBSD bei montiertem Dateisystem grundsätzlich nicht?
Also bei meinen Platten die ich nur als Storage benutze macht das, dass System
automatisch. Bedeutet das es nach langer Zeit wenn kein Zugriff auf die Platte
stattfindet, es ca. 2sek`s dauert und ein deutliches "anfahr" Geraeusch zu
hoeren ist. Dabei ist egal ob die Platte nun schon ins Dateisystem eingehaent
ist oder nicht.

Ich habe das IIRC im Bios eingestellt, also unter APM Stromsparfunktionen.

Und waeren des normalen Betriebes schaltet meine Hauptplatte nie ab
Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Das Ding schafft 250 bis 280 MByte/s und 50.000 IOPS.
Alles, was auf der Platte herummacht, ist damit eine wahre
Freude, sei es Ports bauen, make world, das Arbeiten mit
größeren Verzeichnisstrukturen (find, rm -r, .tar aus- und
einpacken usw.), und sogar das Abarbeiten der rc-Files beim
Booten geht erheblich schneller. Die Zeit vom root-Mount
bis zum Anzeigen des xdm-Login-Bildschirms hat sich bei mir
rund auf ein Viertel (!) reduziert.
(Das soll jetzt keine Werbung sein; ich stehe in keiner
Geschäftsbeziehung mit OCZ oder Alternate. Ich bin nur ein
zufriedener Privatkunde, der seine Erfahrungen weitergibt.)
Ich würde mich mit dem Anschaffungswiderstand schon anfreunden können,
wenn dabei ein Laufgeräusch weniger herausspringt. Netzteil und
CPU-Lüfter inm meinem Arbeitsrechner sind schon ziemlich leise, wenn
dann auch noch die große Platte meistens aus wäre ... alternativ könnte
man ein NAS im Nebenraum ins Auge fassen, aber ein kompletter Rechner in
einem Gehäuse ist mir eigentlich lieber.
Fröhliches Schneeschaufeln,
Muss ich zum Glueck nicht :)
Post by Marc Santhoff
Marc
---- Message End ----


Noch ein verspaeteter Weihnachtsgruss euch allen.
--
Daniel Dowse

\\|//
(o o)
-----------ooO-(_)-Ooo---------------------------
- With great power comes great responsibility -
-------------------------------------------------


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Marc Santhoff
2010-12-28 16:45:39 UTC
Permalink
Post by Daniel C. Dowse
Post by Marc Santhoff
Gelingt es so, daß die 1 TB-Platte sich hin und wieder mal "schlafen
legt", also bei ausbleibenden Zugriffen abschaltet, oder geht das unter
FreeBSD bei montiertem Dateisystem grundsätzlich nicht?
Also bei meinen Platten die ich nur als Storage benutze macht das, dass System
automatisch. Bedeutet das es nach langer Zeit wenn kein Zugriff auf die Platte
stattfindet, es ca. 2sek`s dauert und ein deutliches "anfahr" Geraeusch zu
hoeren ist. Dabei ist egal ob die Platte nun schon ins Dateisystem eingehaent
ist oder nicht.
Ich habe das IIRC im Bios eingestellt, also unter APM Stromsparfunktionen.
Und sonst nix, mittels atacontrol oder so? D.h. die Platte wird beim
Start vom BIOS-Programm gleich passend eingestellt, O.K.
Post by Daniel C. Dowse
Post by Marc Santhoff
Fröhliches Schneeschaufeln,
Muss ich zum Glueck nicht :)
Dann brauchst Du im Sommer das leckere Zeug vom Grill auch nicht essen,
schließe ich daraus ... ;)

Danke und guten Rutsch!
--
Marc Santhoff <***@web.de>



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Oliver Fromme
2010-12-27 14:05:44 UTC
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Post by Marc Santhoff
Gelingt es so, daß die 1 TB-Platte sich hin und wieder mal "schlafen
legt", also bei ausbleibenden Zugriffen abschaltet, oder geht das unter
FreeBSD bei montiertem Dateisystem grundsätzlich nicht?
Das geht, wenn tatsächlich nicht darauf zugegriffen wird,
und wenn die Platte entsprechend konfiguriert ist (kann man
mit atacontrol und/oder camcontrol machen).

In der Praxis muss man aber aufpassen, dass wirklich keine
Zugriffe passieren. Einige Programme führen da ein Eigen-
leben, z.B. habe ich mal einen obskuren KDE-Dateimanager
gesehen, der offenbar regelmäßig die Wurzelverzeichnisse
aller Mountpoints gelesen hat. Warum auch immer.

Im Zweifelsfall kann man auch amd(8) oder einen anderen
Automounter verwenden. Dann wird ein Mount automatisch
entfernt, wenn eine Weile nicht darauf zugegriffen wird,
und beim nächsten Zugriff wird er wieder gemountet.

Ein weiterer Tip wäre, beim Mounten das Flag noatime zu
verwenden (sofern man auf atimes verzichten kann, und
sofern man nicht sowieso read-only mountet), damit bei
einem Lesezugriff, der allein aus dem Cache bedient werden
kann, das darauffolgende atime-Update nicht zu einem
Hochfahren der Festplatte führt.
Post by Marc Santhoff
Ich würde mich mit dem Anschaffungswiderstand schon anfreunden können,
wenn dabei ein Laufgeräusch weniger herausspringt. Netzteil und
CPU-Lüfter inm meinem Arbeitsrechner sind schon ziemlich leise, wenn
dann auch noch die große Platte meistens aus wäre ... alternativ könnte
man ein NAS im Nebenraum ins Auge fassen, aber ein kompletter Rechner in
einem Gehäuse ist mir eigentlich lieber.
Ich persönlich lasse meine 1TB-Platte weiterhin dauerhaft
laufen, aus verschiedenen Gründen. Sie ist ohnehin nicht
besonders laut ... Und wenn sie nicht liefe, gäbe es
sicherlich irgendein anderes Geräusch, das mich dann
stören würde. :-)

Gruß
Olli
--
Oliver Fromme, secnetix GmbH & Co. KG, Marktplatz 29, 85567 Grafing b. M.
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chen, HRB 125758, Geschäftsführer: Maik Bachmann, Olaf Erb, Ralf Gebhart

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In my experience the term "transparent proxy" is an oxymoron (like jumbo
shrimp). "Transparent" proxies seem to vary from the distortions of a
funhouse mirror to barely translucent. I really, really dislike them
when trying to figure out the corrective lenses needed with each of them.
-- R. Kevin Oberman, Network Engineer


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Marc Santhoff
2010-12-28 16:56:17 UTC
Permalink
Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
Gelingt es so, daß die 1 TB-Platte sich hin und wieder mal "schlafen
legt", also bei ausbleibenden Zugriffen abschaltet, oder geht das unter
FreeBSD bei montiertem Dateisystem grundsätzlich nicht?
Das geht, wenn tatsächlich nicht darauf zugegriffen wird,
und wenn die Platte entsprechend konfiguriert ist (kann man
mit atacontrol und/oder camcontrol machen).
Sehr schön, als ich zuletzt zwei Platten benutzt hatte funktionierte all
sowas nur mangelhaft. (Waren zwei 2,5 GB Seagate ... ;)
Post by Oliver Fromme
In der Praxis muss man aber aufpassen, dass wirklich keine
Zugriffe passieren. Einige Programme führen da ein Eigen-
leben, z.B. habe ich mal einen obskuren KDE-Dateimanager
gesehen, der offenbar regelmäßig die Wurzelverzeichnisse
aller Mountpoints gelesen hat. Warum auch immer.
Gnome macht's auch, selbst wenn man sicher ist, alle Dateimanager,
shells, etc. von einem Dateisystem entfernt zu haben scheitert ein
umount als root von der Konsole - -f richtet's dann, und scheint auch
ein flush auszuführen. Ich mach' das ab und zu mit USB-Speicherstöpseln
und hatte bei deren FAT32 noch keine Datenpannen ...
Post by Oliver Fromme
Im Zweifelsfall kann man auch amd(8) oder einen anderen
Automounter verwenden. Dann wird ein Mount automatisch
entfernt, wenn eine Weile nicht darauf zugegriffen wird,
und beim nächsten Zugriff wird er wieder gemountet.
Stimmt, den könnte man benutzen.
Post by Oliver Fromme
Ein weiterer Tip wäre, beim Mounten das Flag noatime zu
verwenden (sofern man auf atimes verzichten kann, und
sofern man nicht sowieso read-only mountet), damit bei
einem Lesezugriff, der allein aus dem Cache bedient werden
kann, das darauffolgende atime-Update nicht zu einem
Hochfahren der Festplatte führt.
Ist mir bekannt, nur fällt dann leider alles aus, was mit Compilern bzw.
Makefiles zu tun hat, die scheinen sich darauf zu stützen. Aber für eine
Datentonne machbar.
Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
Ich würde mich mit dem Anschaffungswiderstand schon anfreunden können,
wenn dabei ein Laufgeräusch weniger herausspringt. Netzteil und
CPU-Lüfter inm meinem Arbeitsrechner sind schon ziemlich leise, wenn
dann auch noch die große Platte meistens aus wäre ... alternativ könnte
man ein NAS im Nebenraum ins Auge fassen, aber ein kompletter Rechner in
einem Gehäuse ist mir eigentlich lieber.
Ich persönlich lasse meine 1TB-Platte weiterhin dauerhaft
laufen, aus verschiedenen Gründen. Sie ist ohnehin nicht
besonders laut ... Und wenn sie nicht liefe, gäbe es
sicherlich irgendein anderes Geräusch, das mich dann
stören würde. :-)
Wahrscheinlich richtig, aber betrachte es mal so:
Ein laufende Festplatte produziert nicht nur Geräusche sondern auch
"Abwärme", die in Form von elektrischer Leistung aus dem Netzteil kommt.
Wenn man also die Platte abschaltet und nur drei mal am Tag benutzt, muß
das Netzteil ebenfalls weniger heizen und dessen Lüfter braucht sich
theoretisch weniger schnell drehen ... ist also auch noch "grüner".
Hoffentlich wirkt es denn auch ... :)

Fröhliche Grüße und Danke!
--
Marc Santhoff <***@web.de>



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Oliver Fromme
2010-12-28 22:00:49 UTC
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Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Das geht, wenn tatsächlich nicht darauf zugegriffen wird,
und wenn die Platte entsprechend konfiguriert ist (kann man
mit atacontrol und/oder camcontrol machen).
Sehr schön, als ich zuletzt zwei Platten benutzt hatte funktionierte all
sowas nur mangelhaft. (Waren zwei 2,5 GB Seagate ... ;)
Ist dann wohl schon 'ne Weile her.
Post by Marc Santhoff
[...]
Post by Oliver Fromme
Ein weiterer Tip wäre, beim Mounten das Flag noatime zu
verwenden (sofern man auf atimes verzichten kann, und
sofern man nicht sowieso read-only mountet), damit bei
einem Lesezugriff, der allein aus dem Cache bedient werden
kann, das darauffolgende atime-Update nicht zu einem
Hochfahren der Festplatte führt.
Ist mir bekannt, nur fällt dann leider alles aus, was mit Compilern bzw.
Makefiles zu tun hat, die scheinen sich darauf zu stützen. Aber für eine
Datentonne machbar.
Nein, Compiler bzw. Makefiles benötigen nur die mtime.
Die atime braucht man deutlich seltener. Ein Beispiel
wären E-Mail-Programme (MUAs), die durch Vergleich der
atime und der mtime ermitteln, ob es ungelesene E-Mails
gibt. Wenn man Wert auf dieses Feature legt, sollte man
zumindest das /var-Dateisystem (oder wo auch immer die
Eingangs-Mailboxen liegen) nicht mit noatime mounten.

Ich persönlich verwende die atime manchmal, um zu schauen,
ob bestimmte Programme oder sonstige Dateien längere Zeit
nicht verwendet wurden, um anhand dessen zu entscheiden,
ob ich das Zeug überhaupt brauche bzw. ob ich es entsorgen
kann.

Auf der anderen Seite machen viele (nicht alle) Backup-
Programme die atime »kaputt«. Wenn man ein solches Pro-
gramm verwendet, ist die atime sowieso relativ nutzlos,
und man kann dann bedenkenlos noatime verwenden.
Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Ich persönlich lasse meine 1TB-Platte weiterhin dauerhaft
laufen, aus verschiedenen Gründen. Sie ist ohnehin nicht
besonders laut ... Und wenn sie nicht liefe, gäbe es
sicherlich irgendein anderes Geräusch, das mich dann
stören würde. :-)
Ein laufende Festplatte produziert nicht nur Geräusche sondern auch
"Abwärme", die in Form von elektrischer Leistung aus dem Netzteil kommt.
Wenn man also die Platte abschaltet und nur drei mal am Tag benutzt, muß
das Netzteil ebenfalls weniger heizen und dessen Lüfter braucht sich
theoretisch weniger schnell drehen ... ist also auch noch "grüner".
Hoffentlich wirkt es denn auch ... :)
Das kommt immer drauf an, wie man rechnet. Meine Platte
verbraucht idle 5 Watt, was nicht wirklich viel ist.
(Beim Hochfahren allerdings für kurze Zeit bis zu 25 Watt
was aber für diese Betrachtung wohl irrelevant ist.)

Es ist auch so, dass Platten, die nicht für Notebooks
vorgesehen sind, nur für eine begrenzte Anzahl Spin-up/
-down-Zyklen konzipiert sind. Häufiges Hoch- und Runter-
fahren führt zu vermehrtem Verschleiß und somit zu einer
verkürzten Lebensdauer. Und wenn ich häufiger eine neue
Platte nachkaufen muss, ist das auch nicht gerade "grün".

Man kann's halt so oder so interpretieren.

Gruß
Olli
--
Oliver Fromme, secnetix GmbH & Co. KG, Marktplatz 29, 85567 Grafing b. M.
Handelsregister: Registergericht Muenchen, HRA 74606, Geschäftsfuehrung:
secnetix Verwaltungsgesellsch. mbH, Handelsregister: Registergericht Mün-
chen, HRB 125758, Geschäftsführer: Maik Bachmann, Olaf Erb, Ralf Gebhart

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Marc Santhoff
2010-12-28 22:38:19 UTC
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Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Das geht, wenn tatsächlich nicht darauf zugegriffen wird,
und wenn die Platte entsprechend konfiguriert ist (kann man
mit atacontrol und/oder camcontrol machen).
Sehr schön, als ich zuletzt zwei Platten benutzt hatte funktionierte all
sowas nur mangelhaft. (Waren zwei 2,5 GB Seagate ... ;)
Ist dann wohl schon 'ne Weile her.
Allerdings, das war die ab Werk defekte Serie ST2550 (oder so), die nach
einer Weile Betrieb gern neu formatiert werden wollte, weil sie sonst
die Spur nicht mehr finden konnte - Präzisionsmechanik und -elektronik
eben. Aber man hat ja Backups. ;)
Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
[...]
Post by Oliver Fromme
Ein weiterer Tip wäre, beim Mounten das Flag noatime zu
verwenden (sofern man auf atimes verzichten kann, und
sofern man nicht sowieso read-only mountet), damit bei
einem Lesezugriff, der allein aus dem Cache bedient werden
kann, das darauffolgende atime-Update nicht zu einem
Hochfahren der Festplatte führt.
Ist mir bekannt, nur fällt dann leider alles aus, was mit Compilern bzw.
Makefiles zu tun hat, die scheinen sich darauf zu stützen. Aber für eine
Datentonne machbar.
Nein, Compiler bzw. Makefiles benötigen nur die mtime.
Die atime braucht man deutlich seltener. Ein Beispiel
wären E-Mail-Programme (MUAs), die durch Vergleich der
atime und der mtime ermitteln, ob es ungelesene E-Mails
gibt. Wenn man Wert auf dieses Feature legt, sollte man
zumindest das /var-Dateisystem (oder wo auch immer die
Eingangs-Mailboxen liegen) nicht mit noatime mounten.
Ups, verwechselt - access time und modification time. Naja, im Resultat
um so besser. :)

Also bei dem Modell mit einer SSD kann eigentlich neben /, /var und /usr
selbst /home noch darauf Platz finden. Nur für Massendaten, die man
selten anrührt dann einen großen Datenspeicher.

Wobei mir einfällt, daß ich neulich nicht rausfinden konnte, wann eine
Datei angelegt wurde, ohne ein Programm dafür zu schreiben ...
Post by Oliver Fromme
Ich persönlich verwende die atime manchmal, um zu schauen,
ob bestimmte Programme oder sonstige Dateien längere Zeit
nicht verwendet wurden, um anhand dessen zu entscheiden,
ob ich das Zeug überhaupt brauche bzw. ob ich es entsorgen
kann.
Auf der anderen Seite machen viele (nicht alle) Backup-
Programme die atime »kaputt«. Wenn man ein solches Pro-
gramm verwendet, ist die atime sowieso relativ nutzlos,
und man kann dann bedenkenlos noatime verwenden.
Mein Backup-Programm heißt nach wie vor dump. Und da ich regelmäßig
cpdup benutze eigentlich sogar nur level 0, alles auf externe Platten.
Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Ich persönlich lasse meine 1TB-Platte weiterhin dauerhaft
laufen, aus verschiedenen Gründen. Sie ist ohnehin nicht
besonders laut ... Und wenn sie nicht liefe, gäbe es
sicherlich irgendein anderes Geräusch, das mich dann
stören würde. :-)
Ein laufende Festplatte produziert nicht nur Geräusche sondern auch
"Abwärme", die in Form von elektrischer Leistung aus dem Netzteil kommt.
Wenn man also die Platte abschaltet und nur drei mal am Tag benutzt, muß
das Netzteil ebenfalls weniger heizen und dessen Lüfter braucht sich
theoretisch weniger schnell drehen ... ist also auch noch "grüner".
Hoffentlich wirkt es denn auch ... :)
Das kommt immer drauf an, wie man rechnet. Meine Platte
verbraucht idle 5 Watt, was nicht wirklich viel ist.
(Beim Hochfahren allerdings für kurze Zeit bis zu 25 Watt
was aber für diese Betrachtung wohl irrelevant ist.)
Energiesparen kann bei der Strompreisentwicklung auch nicht schaden,
aber mir geht es wirklich hauptsächlich um den Lärmpegel. Klar, bei
modernen Platten ist der eigentlich vernachlässigbar, ich höre sogar,
wenn der CPU-Lüfter einen Lagerschaden bekommt und gewechselt werden
will - alle anderen Geräusche gehen zumindest akustisch darin unter.
Aber warm werden Festplatten dennoch. Fragt sich allerdings ob von innen
oder von außen und ob die paar Watt den Netzteillüfter wirklich
langsamer machen. wie ich schrieb, hoffentlich.
Post by Oliver Fromme
Es ist auch so, dass Platten, die nicht für Notebooks
vorgesehen sind, nur für eine begrenzte Anzahl Spin-up/
-down-Zyklen konzipiert sind. Häufiges Hoch- und Runter-
fahren führt zu vermehrtem Verschleiß und somit zu einer
verkürzten Lebensdauer. Und wenn ich häufiger eine neue
Platte nachkaufen muss, ist das auch nicht gerade "grün".
Also meine derzeitige ist mit 50K bei 40°C angegeben, fast realistische
Innentemperatur für einen Rechner - bei 25°C dürfte dann der
ANlaufwiderstand eher etwas höher sein. Damit gerechnet komme ich bei 1x
Einschalten täglich auf 136 Jahre und bei 2 Jahren Betriebszeit
(Garantie alle -> Platte weg ;) auf immerhin 68 Anlaufvorgänge pro Tag
(wenn ich mich nicht verstoppelt habe).
Aber gut darauf hinzuweisen, ist unbedingt eine Betrachtung wert. Man
muß jedenfalls darauf achten, daß die Latenzzeit bis zum Abschalten der
großen Tonne gut genug zu den Benutzungsgewohnheiten paßt, sonst bekommt
man womöglich wirklich die Lager kaputt.

Ein Rechner mit Atom 330, den ich gerade zum Rumspielen habe, bevor er
in den Einsatz geht, ist mir als Arbeitsplatzrechner schon fast flott
genug. Abgesehen von der etwas lahmen 2,5"-Platte da drin merke ich
wenig Unterschied. Wenn man den jetzt mit einer SSD bestückt ... wäre
ein richtig hübscher kleiner Kasten - ohne Erweiterungsmöglichkeiten
intern natürlich.
Post by Oliver Fromme
Man kann's halt so oder so interpretieren.
Entsprechend der Zielsetzung, klar.
--
Marc Santhoff <***@web.de>



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Marc Santhoff
2010-12-28 23:20:37 UTC
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Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Es ist auch so, dass Platten, die nicht für Notebooks
vorgesehen sind, nur für eine begrenzte Anzahl Spin-up/
-down-Zyklen konzipiert sind. Häufiges Hoch- und Runter-
fahren führt zu vermehrtem Verschleiß und somit zu einer
verkürzten Lebensdauer. Und wenn ich häufiger eine neue
Platte nachkaufen muss, ist das auch nicht gerade "grün".
Nachtrag: Energiesparen wollen ist natürlich Blödsinn, schließlich baut
man ja eine 2. Platte ein. Aber die OCZ-Teile als Beispiel sind mit 2W
im Betrieb angegeben, immerhin.
Post by Marc Santhoff
Also meine derzeitige ist mit 50K bei 40°C angegeben, fast realistische
Innentemperatur für einen Rechner - bei 25°C dürfte dann der
ANlaufwiderstand eher etwas höher sein. Damit gerechnet komme ich bei 1x
Einschalten täglich auf 136 Jahre und bei 2 Jahren Betriebszeit
(Garantie alle -> Platte weg ;) auf immerhin 68 Anlaufvorgänge pro Tag
(wenn ich mich nicht verstoppelt habe).
Aber gut darauf hinzuweisen, ist unbedingt eine Betrachtung wert. Man
muß jedenfalls darauf achten, daß die Latenzzeit bis zum Abschalten der
großen Tonne gut genug zu den Benutzungsgewohnheiten paßt, sonst bekommt
man womöglich wirklich die Lager kaputt.
Nochmal geguckt: die Zukünftige, die noch im Regal auf Einbau wartet,
soll 300K Zyklen vetragen. ebenfalls bei 40°C angegeben und wie alles
als Durchschnittswert immer mit einer gemessenen Prise Vorsicht zu
genießen.
--
Marc Santhoff <***@web.de>



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Bernd Walter
2010-12-29 13:37:43 UTC
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Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Es ist auch so, dass Platten, die nicht für Notebooks
vorgesehen sind, nur für eine begrenzte Anzahl Spin-up/
-down-Zyklen konzipiert sind. Häufiges Hoch- und Runter-
fahren führt zu vermehrtem Verschleiß und somit zu einer
verkürzten Lebensdauer. Und wenn ich häufiger eine neue
Platte nachkaufen muss, ist das auch nicht gerade "grün".
Nachtrag: Energiesparen wollen ist natürlich Blödsinn, schließlich baut
man ja eine 2. Platte ein. Aber die OCZ-Teile als Beispiel sind mit 2W
im Betrieb angegeben, immerhin.
Ich kann nicht konkret für die OCZ sprechen, aber mit Allgemeinwissen
kann man diese 2W wohl ziemlich schnell tot reden, weil ein Flash-Chip
wirklich nur beim schreiben viel Strom braucht, beim lesen extrem wenig
und ohne Zugriff verschwindend gering.
Ich denke beim lesen wird das SATA-Interface noch am meisten Strom
brauchen.
Anders sieht es aus wenn die mit *DRAM beschleunigt sind.
DRAM jeglicher Art braucht viel Strom (man rechnet so mit 0,2 bis 0,8W
pro DRAM-chip) und wegen des notwendigen Refreshes einen nennenswerten
Teil davon auch ohne echte Zugriffe.
Ich halte das viele Buffern von teilweise 60MB und mehr aber für absoluten
Unsinn, weil die Dinger nur buffern müssen, damit die in mehreren
Flashblöcken gleichzeitig schreiben können, um dadurch auf eine
erträgliche Bandbreite beim schreiben zu kommen.
Dafür reicht in der Regel 1-2MB SRAM und SRAM ist im Strommverbrauch
wiederum sehr genügsam.
Im RAM des SSD gebufferte Daten sind ja letzlich nicht dauerhaft
gespeichert und Schreibcache im RAM hat das OS schließlich auch.
Meiner Meinung nach ist so viel Speicher nur für Unsinnige Benchmarks.
Bei Festplatten sieht das mit viel Buffer teilweise anders aus.
--
B.Walter <***@bwct.de> http://www.bwct.de
Modbus/TCP Ethernet I/O Baugruppen, ARM basierte FreeBSD Rechner uvm.


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Oliver Fromme
2010-12-29 15:39:52 UTC
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Post by Bernd Walter
Post by Marc Santhoff
Nachtrag: Energiesparen wollen ist natürlich Blödsinn, schließlich baut
man ja eine 2. Platte ein. Aber die OCZ-Teile als Beispiel sind mit 2W
im Betrieb angegeben, immerhin.
Ja, laut Hersteller 2 Watt bei Benutzung (Schreiben oder
Lesen) und 0,5 Watt idle. Ein Großteil der 2 Watt dürfte
auf das Konto des Controllers gehen (der muss immerhin
eine ganze Menge tun, was häufig unterschätzt wird), nicht
der Flash-Chips. In den OCZ Vertex2-E ist als Controller
ein Sandforce-1222 im Einsatz, der TRIM unterstützt und
statisches Wear-Leveling in Kombination mit Kompressions-
techniken einsetzt.

Übrigens, nachmessen konnte ich bei mir nichts. Die 2 Watt
gehen im "Rauschen" unter.
Post by Bernd Walter
Anders sieht es aus wenn die mit *DRAM beschleunigt sind.
Ist bei den OCZ Vertex nicht der Fall, sonst könnten sie
die Schreibgeschwindigkeit nicht kontinuierlich halten.

Gruß
Olli
--
Oliver Fromme, secnetix GmbH & Co. KG, Marktplatz 29, 85567 Grafing b. M.
Handelsregister: Registergericht Muenchen, HRA 74606, Geschäftsfuehrung:
secnetix Verwaltungsgesellsch. mbH, Handelsregister: Registergericht Mün-
chen, HRB 125758, Geschäftsführer: Maik Bachmann, Olaf Erb, Ralf Gebhart

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operating system pool. Which is a good thing."
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Oliver Fromme
2010-12-29 16:52:30 UTC
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Post by Marc Santhoff
Also bei dem Modell mit einer SSD kann eigentlich neben /, /var und /usr
selbst /home noch darauf Platz finden. Nur für Massendaten, die man
selten anrührt dann einen großen Datenspeicher.
Bei mir ist es ganz ähnlich, allerdings habe ich nur Teile
meines Homes mit auf die SSD getan, den Rest auf die 1TB-
HDD, da diese ja eh immer mitläuft. (Die Aufteilung habe
ich mit Symlinks gemacht, man könnte aber auch z.B. mit
Union-Mounts oder NULLFS arbeiten.)
Post by Marc Santhoff
Wobei mir einfällt, daß ich neulich nicht rausfinden konnte, wann eine
Datei angelegt wurde, ohne ein Programm dafür zu schreiben ...
ls -lU (großes "U")
Wenn man noch ein -r spendiert, wird auch danach sortiert.
Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Auf der anderen Seite machen viele (nicht alle) Backup-
Programme die atime »kaputt«. Wenn man ein solches Pro-
gramm verwendet, ist die atime sowieso relativ nutzlos,
und man kann dann bedenkenlos noatime verwenden.
Mein Backup-Programm heißt nach wie vor dump. Und da ich regelmäßig
cpdup benutze eigentlich sogar nur level 0, alles auf externe Platten.
dump bewahrt die atimes, weil es die Dateien zum Lesen
nicht öffnen muss (es umgeht den Dateisystem-Layer).

Aber cpdup überschreibt die atimes, wie auch die meisten
anderen Tools, die auf Dateisystem-Ebene arbeiten (cp, tar,
cpio, rsync, ...). Theoretisch könnten solche Tools die
atime im Nachhinein wieder zurücksetzen (es gibt dafür
einen System-Call), was aber erstens die Performance be-
einträchtigen würde, und zweitens ist es gar nicht immer
möglich, da eine Manipulation der atime einer Datei nur
dann möglich ist, wenn man darauf Schreibrecht hat und/oder
Eigentümer der Datei ist. Wenn ich mir z.B. als normaler
User eine Kopie von /etc mache, dann wird bei allen Dateien
die atime aktualisiert, und ich habe keine Möglichkeit, das
zu verhindern oder Rückgängig zu machen. Das könnte nur
root.

Langer Rede kurzer Sinn: Wenn man regelmäßige Backups mit
einem Tool auf Dateisystem-Ebene macht, kann man die atimes
vergessen. Deren Nutzen ist dann deutlich eingeschränkt.

Als Work-around könnte man für die Dauer des Backups das
noatime-Flag setzen (mit »mount -u -o ...«, dazu muss man
nicht unmounten). Aber dann gehen einem wiederum reguläre
Lesezugriffe durch die Lappen, die zufällig während des
Backups auftreten.

Aber wie gesagt: Ich vermute, dass die meisten User eh
keine atimes brauchen und deren Fehlen nicht bemerken
würden.
Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Das kommt immer drauf an, wie man rechnet. Meine Platte
verbraucht idle 5 Watt, was nicht wirklich viel ist.
(Beim Hochfahren allerdings für kurze Zeit bis zu 25 Watt
was aber für diese Betrachtung wohl irrelevant ist.)
Energiesparen kann bei der Strompreisentwicklung auch nicht schaden,
Ich versuche durchaus auch, Energie zu sparen, wo es Sinn
ergibt. Aber wie gesagt, 5 Watt ist nicht wirklich viel,
zumal mein Rechner in der Regel nicht 24h durchläuft (wenn
er dauerhaft liefe, würde ich mir das mit der Platte tat-
sächlich nochmal überlegen).
Post by Marc Santhoff
aber mir geht es wirklich hauptsächlich um den Lärmpegel. Klar, bei
modernen Platten ist der eigentlich vernachlässigbar, ich höre sogar,
wenn der CPU-Lüfter einen Lagerschaden bekommt und gewechselt werden
will - alle anderen Geräusche gehen zumindest akustisch darin unter.
Kleiner Tip am Rande in die Runde: Bei meinem Phenom II X6
habe ich den Original-AMD-Kühler durch einen »Katana 3« von
Scythe ersetzt. Das hat die Geräuschentwicklung drastisch
reduziert (die Regelung im BIOS ist auf »normal« einge-
stellt). Die Kühlwirkung ist laut Temperatursensoren etwa
die gleiche.
Post by Marc Santhoff
Aber warm werden Festplatten dennoch. Fragt sich allerdings ob von innen
oder von außen und ob die paar Watt den Netzteillüfter wirklich
langsamer machen. wie ich schrieb, hoffentlich.
Ich glaube nicht, dass es einen nennenswerten Einfluss auf
den Netzteillüfter hat.
Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Es ist auch so, dass Platten, die nicht für Notebooks
vorgesehen sind, nur für eine begrenzte Anzahl Spin-up/
-down-Zyklen konzipiert sind. Häufiges Hoch- und Runter-
fahren führt zu vermehrtem Verschleiß und somit zu einer
verkürzten Lebensdauer. Und wenn ich häufiger eine neue
Platte nachkaufen muss, ist das auch nicht gerade "grün".
Also meine derzeitige ist mit 50K bei 40°C angegeben, fast realistische
Innentemperatur für einen Rechner - bei 25°C dürfte dann der
ANlaufwiderstand eher etwas höher sein. Damit gerechnet komme ich bei 1x
Einschalten täglich auf 136 Jahre und bei 2 Jahren Betriebszeit
(Garantie alle -> Platte weg ;) auf immerhin 68 Anlaufvorgänge pro Tag
(wenn ich mich nicht verstoppelt habe).
Wenn Du so rechnest, passt das.

Ich persönlich bin geneigt, da lieber kein unnötiges Risiko
einzugehen. Davon abgesehen werfe ich eine Platte nicht
nach zwei Jahren weg -- das tue ich erst dann, wenn sie tot
ist. Ich habe noch Platten in Benutzung, die älter als
zehn Jahre sind.

Wenn ich eine neue Platte kaufe, weil die alte zu klein
geworden ist, dann wandert die alte entweder in ein externes
Gehäuse oder einen Wechselrahmen und wird fortan für Backups
oder Datenaustausch verwendet.
Post by Marc Santhoff
Aber gut darauf hinzuweisen, ist unbedingt eine Betrachtung wert. Man
muß jedenfalls darauf achten, daß die Latenzzeit bis zum Abschalten der
großen Tonne gut genug zu den Benutzungsgewohnheiten paßt, sonst bekommt
man womöglich wirklich die Lager kaputt.
Ja, genau, das ist der springende Punkt. Die Standby-Zeit
muss den eigenen benutzungsgewohnheiten angepasst werden.
Stellt man es auf ein paar Sekunden ein (habe ich schonmal
in einem Forum gelesen), reduziert man die Lebensdauer der
Festplatte mit hoher Wahrscheinlichkeit.
Post by Marc Santhoff
Ein Rechner mit Atom 330, den ich gerade zum Rumspielen habe, bevor er
in den Einsatz geht, ist mir als Arbeitsplatzrechner schon fast flott
genug. Abgesehen von der etwas lahmen 2,5"-Platte da drin merke ich
wenig Unterschied. Wenn man den jetzt mit einer SSD bestückt ... wäre
ein richtig hübscher kleiner Kasten - ohne Erweiterungsmöglichkeiten
intern natürlich.
Mein Router/Fileserver ist auch ein Atom-330. Der genügt
durchaus für zahlreiche Anwendungsfälle. Vor allem wenn
genug RAM drin ist (4 GB sind's bei mir) und eine SSD,
kann das Teil durchaus als Alltagsmaschine zum Surfen,
Mailen und Briefeschreiben herhalten.

Gruß
Olli
--
Oliver Fromme, secnetix GmbH & Co. KG, Marktplatz 29, 85567 Grafing b. M.
Handelsregister: Registergericht Muenchen, HRA 74606, Geschäftsfuehrung:
secnetix Verwaltungsgesellsch. mbH, Handelsregister: Registergericht Mün-
chen, HRB 125758, Geschäftsführer: Maik Bachmann, Olaf Erb, Ralf Gebhart

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Marc Santhoff
2010-12-29 19:08:57 UTC
Permalink
Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
Also bei dem Modell mit einer SSD kann eigentlich neben /, /var und /usr
selbst /home noch darauf Platz finden. Nur für Massendaten, die man
selten anrührt dann einen großen Datenspeicher.
Bei mir ist es ganz ähnlich, allerdings habe ich nur Teile
meines Homes mit auf die SSD getan, den Rest auf die 1TB-
HDD, da diese ja eh immer mitläuft. (Die Aufteilung habe
ich mit Symlinks gemacht, man könnte aber auch z.B. mit
Union-Mounts oder NULLFS arbeiten.)
Ich denke da z.B. an Musik, wenn man gerade sowieso bedudelt werden
möchte geht halt die zweite Platte nicht aus. Ist aber für mich nicht
wirklich interessant, ich benutze einen Kopfhörer. Das sind schon große
Mengen Bytes, die nicht permanent verfügbar sein müssen. Oder auch an
ISO-Images, die selten benötigt werden, PDF-Bücher, usw.
Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
Wobei mir einfällt, daß ich neulich nicht rausfinden konnte, wann eine
Datei angelegt wurde, ohne ein Programm dafür zu schreiben ...
ls -lU (großes "U")
Wenn man noch ein -r spendiert, wird auch danach sortiert.
Ups, glatt übersehen. Der text zu -U ist auch irgendwie undeutlich (für
mich). Danke sehr.
Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Auf der anderen Seite machen viele (nicht alle) Backup-
Programme die atime »kaputt«. Wenn man ein solches Pro-
gramm verwendet, ist die atime sowieso relativ nutzlos,
und man kann dann bedenkenlos noatime verwenden.
Mein Backup-Programm heißt nach wie vor dump. Und da ich regelmäßig
cpdup benutze eigentlich sogar nur level 0, alles auf externe Platten.
dump bewahrt die atimes, weil es die Dateien zum Lesen
nicht öffnen muss (es umgeht den Dateisystem-Layer).
Aber cpdup überschreibt die atimes, wie auch die meisten
anderen Tools, die auf Dateisystem-Ebene arbeiten (cp, tar,
cpio, rsync, ...). Theoretisch könnten solche Tools die
atime im Nachhinein wieder zurücksetzen (es gibt dafür
einen System-Call), was aber erstens die Performance be-
einträchtigen würde, und zweitens ist es gar nicht immer
möglich, da eine Manipulation der atime einer Datei nur
dann möglich ist, wenn man darauf Schreibrecht hat und/oder
Eigentümer der Datei ist. Wenn ich mir z.B. als normaler
User eine Kopie von /etc mache, dann wird bei allen Dateien
die atime aktualisiert, und ich habe keine Möglichkeit, das
zu verhindern oder Rückgängig zu machen. Das könnte nur
root.
Also ist es letztlich das "System", daß die atime pflichtgemäß setzt,
aber cpdup verzichtet auf das Zurücksetzen. Die manpage spricht von
mtime als Vergleichkriterium, atime wird dann wohl automatisch gesetzt.
Also wenn cpdup mit aktualisierter mtime und noatime beim mount normal
arbeitet durchaus nutzbar.
Post by Oliver Fromme
Langer Rede kurzer Sinn: Wenn man regelmäßige Backups mit
einem Tool auf Dateisystem-Ebene macht, kann man die atimes
vergessen. Deren Nutzen ist dann deutlich eingeschränkt.
Für den Anwendungsfall die Nutzungshäufigkeit zu bestimmen, ja. Was kann
man dad noch mit anstellen? Ich habe die atime persönlich noch nicht
wissentlich abgefragt.
Post by Oliver Fromme
Als Work-around könnte man für die Dauer des Backups das
noatime-Flag setzen (mit »mount -u -o ...«, dazu muss man
nicht unmounten). Aber dann gehen einem wiederum reguläre
Lesezugriffe durch die Lappen, die zufällig während des
Backups auftreten.
Das sollte cpdup nicht stören, wenn es nur die mtime braucht, also auch
möglich.
Post by Oliver Fromme
Aber wie gesagt: Ich vermute, dass die meisten User eh
keine atimes brauchen und deren Fehlen nicht bemerken
würden.
Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Das kommt immer drauf an, wie man rechnet. Meine Platte
verbraucht idle 5 Watt, was nicht wirklich viel ist.
(Beim Hochfahren allerdings für kurze Zeit bis zu 25 Watt
was aber für diese Betrachtung wohl irrelevant ist.)
Energiesparen kann bei der Strompreisentwicklung auch nicht schaden,
Ich versuche durchaus auch, Energie zu sparen, wo es Sinn
ergibt. Aber wie gesagt, 5 Watt ist nicht wirklich viel,
zumal mein Rechner in der Regel nicht 24h durchläuft (wenn
er dauerhaft liefe, würde ich mir das mit der Platte tat-
sächlich nochmal überlegen).
Für mich kommt es auch auf einen Versuch an. Aber der Aspekt, daß die
Startzeit von System und häufiger gebrauchten Programmen nochmal
deutlich spürbar sinkt hat natürlich auch seinen Reiz. Und für längliche
Compilerläufe. Wenn die SSD solange lebt wie eine "mechanische"
Festplatte ist es schon fast passiert. ;)
Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
aber mir geht es wirklich hauptsächlich um den Lärmpegel. Klar, bei
modernen Platten ist der eigentlich vernachlässigbar, ich höre sogar,
wenn der CPU-Lüfter einen Lagerschaden bekommt und gewechselt werden
will - alle anderen Geräusche gehen zumindest akustisch darin unter.
Kleiner Tip am Rande in die Runde: Bei meinem Phenom II X6
habe ich den Original-AMD-Kühler durch einen »Katana 3« von
Scythe ersetzt. Das hat die Geräuschentwicklung drastisch
reduziert (die Regelung im BIOS ist auf »normal« einge-
stellt). Die Kühlwirkung ist laut Temperatursensoren etwa
die gleiche.
Klar, ein vernünftiger Kühler muß unbedingt sein. Ich hatte zuletzt das
Problem, daß ich für den Coppersilent irgendwas auf meinem Sockel
A-Athlon leider keinen Ersatz mehr bekomme. Auch kein anderes Modell,
jedenfalls nichts in geräuscharm. Pfft, jetzt muß man Rechner schon
deswegen erneuern ... ;)

Mal doof neugierig gefragt: Einen Sechskernprozessor, braucht man das?
Ich tendiere eher zu zwei bis maximal vier Kernen in der
"Energiesparversion", also mit geringer TDP.
Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
Aber warm werden Festplatten dennoch. Fragt sich allerdings ob von innen
oder von außen und ob die paar Watt den Netzteillüfter wirklich
langsamer machen. wie ich schrieb, hoffentlich.
Ich glaube nicht, dass es einen nennenswerten Einfluss auf
den Netzteillüfter hat.
Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Es ist auch so, dass Platten, die nicht für Notebooks
vorgesehen sind, nur für eine begrenzte Anzahl Spin-up/
-down-Zyklen konzipiert sind. Häufiges Hoch- und Runter-
fahren führt zu vermehrtem Verschleiß und somit zu einer
verkürzten Lebensdauer. Und wenn ich häufiger eine neue
Platte nachkaufen muss, ist das auch nicht gerade "grün".
Also meine derzeitige ist mit 50K bei 40°C angegeben, fast realistische
Innentemperatur für einen Rechner - bei 25°C dürfte dann der
ANlaufwiderstand eher etwas höher sein. Damit gerechnet komme ich bei 1x
Einschalten täglich auf 136 Jahre und bei 2 Jahren Betriebszeit
(Garantie alle -> Platte weg ;) auf immerhin 68 Anlaufvorgänge pro Tag
(wenn ich mich nicht verstoppelt habe).
Wenn Du so rechnest, passt das.
Ich persönlich bin geneigt, da lieber kein unnötiges Risiko
einzugehen. Davon abgesehen werfe ich eine Platte nicht
nach zwei Jahren weg -- das tue ich erst dann, wenn sie tot
ist. Ich habe noch Platten in Benutzung, die älter als
zehn Jahre sind.
Wenn ich eine neue Platte kaufe, weil die alte zu klein
geworden ist, dann wandert die alte entweder in ein externes
Gehäuse oder einen Wechselrahmen und wird fortan für Backups
oder Datenaustausch verwendet.
Klar, läuft hier ähnlich. Aber die Platte in meinem Arbeitsplatzrechner
benutze ich nicht länger als etwa drei Jahre, schon allein der Streß mit
dem restore. Und für's Backup muß es auch eine neue, externe Platte
sein, da die aber auch nur relativ selten und nicht so lang läuft, hält
die dann wirklich ewig. Sicherheit geht vor, die abgelegten Teile landen
dann in PVR als Speicherplatte oder im Wechselrahmen zum rumprobieren
mit exotischen OS und ähnliches.

Du schreibst ja selbst, kein unnötiges Risiko. Meinen drei Jahre
mindestens benutzen Desktopplatten vertraue ich Backups nicht so gern
an. Obwohl sogar die Größen 15GB, 20GB, 60GB und 120GB noch da sind, in
externen Gehäusen oder Wechselrahmen. Ausgefallen ist davon bisher nur
eine einzige, nachdem der Warnaufkleber abgefallen war und ich sie
nochmal in der Hand hatte lief sie aber wieder.

Wenn jemand weiß, wo man gebrauchte (ATA-)Platten hinschenken kann,
bitte melden. ;)
Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
Aber gut darauf hinzuweisen, ist unbedingt eine Betrachtung wert. Man
muß jedenfalls darauf achten, daß die Latenzzeit bis zum Abschalten der
großen Tonne gut genug zu den Benutzungsgewohnheiten paßt, sonst bekommt
man womöglich wirklich die Lager kaputt.
Ja, genau, das ist der springende Punkt. Die Standby-Zeit
muss den eigenen benutzungsgewohnheiten angepasst werden.
Stellt man es auf ein paar Sekunden ein (habe ich schonmal
in einem Forum gelesen), reduziert man die Lebensdauer der
Festplatte mit hoher Wahrscheinlichkeit.
Post by Marc Santhoff
Ein Rechner mit Atom 330, den ich gerade zum Rumspielen habe, bevor er
in den Einsatz geht, ist mir als Arbeitsplatzrechner schon fast flott
genug. Abgesehen von der etwas lahmen 2,5"-Platte da drin merke ich
wenig Unterschied. Wenn man den jetzt mit einer SSD bestückt ... wäre
ein richtig hübscher kleiner Kasten - ohne Erweiterungsmöglichkeiten
intern natürlich.
Mein Router/Fileserver ist auch ein Atom-330. Der genügt
durchaus für zahlreiche Anwendungsfälle. Vor allem wenn
genug RAM drin ist (4 GB sind's bei mir) und eine SSD,
kann das Teil durchaus als Alltagsmaschine zum Surfen,
Mailen und Briefeschreiben herhalten.
Es fehlt ein bischen CPU-Power, so wie wenn an auf identischer Hardware
ein präemptives OS (QNX) mit FreeBSD (damals IIRC V4) vegleicht. Fühlt
sich für den Benutzer irgendwie "weicher" an, etwas längere Latenz aber
trotzdem sehr "reaktiv".
--
Marc Santhoff <***@web.de>



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Marc Santhoff
2011-01-09 02:20:47 UTC
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Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
Also bei dem Modell mit einer SSD kann eigentlich neben /, /var und /usr
selbst /home noch darauf Platz finden. Nur für Massendaten, die man
selten anrührt dann einen großen Datenspeicher.
Bei mir ist es ganz ähnlich, allerdings habe ich nur Teile
meines Homes mit auf die SSD getan, den Rest auf die 1TB-
HDD, da diese ja eh immer mitläuft. (Die Aufteilung habe
ich mit Symlinks gemacht, man könnte aber auch z.B. mit
Union-Mounts oder NULLFS arbeiten.)
Ich denke da z.B. an Musik, wenn man gerade sowieso bedudelt werden
möchte geht halt die zweite Platte nicht aus. Ist aber für mich nicht
wirklich interessant, ich benutze einen Kopfhörer. Das sind schon große
Mengen Bytes, die nicht permanent verfügbar sein müssen. Oder auch an
ISO-Images, die selten benötigt werden, PDF-Bücher, usw.
Kurzer Nachtrag dazu:

SSD macht Spaß. Es könnte höchstens noch eine kleine Moosgummiplatte
oder ein Polsterkissen mitgeliefert werden, damit man sich nicht am Kinn
verletzt, wenn es auf die Schreibtischplatte fällt. ;)

Halbe Startzeitbis zur grafischen Oberfläche kommt hin (gefühlt, nicht
gemessen).

Skurrilerweise läuft damit sogar eine Openoffice-Testdatenbank (intern,
Java-basiert) schneller als unter Windows XP, das war bisher mit Abstand
nicht so. Das sieht aber deutlich nach dem Unterschied 32/64 Bit aus, da
insbsondere Suchvorgänge deutlich beschleunigt werden.

Nochmal vielen Dank für die Anregung, Olli!
--
Marc Santhoff <***@web.de>



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Oliver Fromme
2011-01-09 13:20:45 UTC
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Post by Marc Santhoff
SSD macht Spaß. Es könnte höchstens noch eine kleine Moosgummiplatte
oder ein Polsterkissen mitgeliefert werden, damit man sich nicht am Kinn
verletzt, wenn es auf die Schreibtischplatte fällt. ;)
Halbe Startzeitbis zur grafischen Oberfläche kommt hin (gefühlt, nicht
gemessen).
Skurrilerweise läuft damit sogar eine Openoffice-Testdatenbank (intern,
Java-basiert) schneller als unter Windows XP, das war bisher mit Abstand
nicht so. Das sieht aber deutlich nach dem Unterschied 32/64 Bit aus, da
insbsondere Suchvorgänge deutlich beschleunigt werden.
Ja, aufgrund der geringen Seek-Time profitiert alles, was
Random-Access macht, besonders von einer SSD. Dazu gehören
Datenbanken natürlich auch.
Post by Marc Santhoff
Nochmal vielen Dank für die Anregung, Olli!
Gerne.

Gruß
Olli
--
Oliver Fromme, secnetix GmbH & Co. KG, Marktplatz 29, 85567 Grafing b. M.
Handelsregister: Registergericht Muenchen, HRA 74606, Geschäftsfuehrung:
secnetix Verwaltungsgesellsch. mbH, Handelsregister: Registergericht Mün-
chen, HRB 125758, Geschäftsführer: Maik Bachmann, Olaf Erb, Ralf Gebhart

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"One of the main causes of the fall of the Roman Empire was that,
lacking zero, they had no way to indicate successful termination
of their C programs."
-- Robert Firth


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Detlef Peeters
2011-01-09 13:22:57 UTC
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Post by Marc Santhoff
SSD macht Spaß. Es könnte höchstens noch eine kleine Moosgummiplatte
oder ein Polsterkissen mitgeliefert werden, damit man sich nicht am Kinn
verletzt, wenn es auf die Schreibtischplatte fällt. ;)
Hast Du die SSD ganz normal in Betrieb genommen, oder das Dateisystem
mit "newfs -E" angelegt?

vg,

Detlef


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Oliver Fromme
2011-01-09 15:51:38 UTC
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Post by Detlef Peeters
Post by Marc Santhoff
SSD macht Spaß. Es könnte höchstens noch eine kleine Moosgummiplatte
oder ein Polsterkissen mitgeliefert werden, damit man sich nicht am Kinn
verletzt, wenn es auf die Schreibtischplatte fällt. ;)
Hast Du die SSD ganz normal in Betrieb genommen, oder das Dateisystem
mit "newfs -E" angelegt?
Bei einer jungfräulichen SSD ist -E überflüssig. Die ist
ab Werk ja ohnehin leer.

Ich würde allerdings empfehlen, beim Partitionieren und
beim newfs auf das Alignment zu achten. Ich habe es so
gemacht, dass die erste Partition (ada0s1a) bei Sektor
65 beginnt. Wieso? Weil die BIOS-Geometrie 63 Sektoren
pro Spur annimmt, beginnt die erste Slice (ada0s1) bei
Sektor 63. (Die C/H/S-Geometrie ist zwar heutzutage fast
bedeutungslos, da ich aber von dem Ding booten möchte,
will ich mich nicht mit dem BIOS über solche Details
streiten.) 63 und 65 ergibt zusammen 128, d.h. die erste
Partition beginnt genau ab Sektor 128 (= 64 KB) auf der
Platte, was auf jeden Fall vom Alignment passt. Die
Partitionen sind alle Vielfache von 1 GB groß, so dass
deren Alignment ebenso passt.

Die Dateisysteme (UFS2) habe ich mit folgenden Kommandos
angelegt:

newfs -U -n -i XXX -b 32768 -f 4096 /dev/ada1s1X

Die meisten SSDs verwenden intern 4-KB-Sektoren (wie auch
die neuen WD-EARS-Festplatten und einige andere). Wenn
das Dateisystem immer nur mit ganzen Sektoren arbeitet,
kann das die Performance verbessern bzw. erleichtert dem
SSD-Controller die Arbeit. Dafür sorgen die -b und -f
Optionen. -i rechne ich mir immer je nach Anwendungsfall
aus (Größe dividiert durch erwartete maximale Anzahl der
Dateien, mit etwas Sicherheitsspielraum). Kann man aber
auch weglassen, wenn man sich nicht sicher ist.

Und wie gesagt, ich mounte die Dateisysteme dann mit dem
Flag "noatime". Auszug aus meiner /etc/fstab:

/dev/ada0s1a / ufs rw,noatime 1 1
/dev/ada0s1d /var ufs rw,noatime,nosuid 2 2
/dev/ada0s1e /usr ufs rw,noatime 2 2

Und /tmp sollte _nicht_ auf der SSD sein. Ich leg's immer
auf ein MemoryFS (zukünftig evtl. auf ein tmpfs, wenn da
die letzten Bugs ausgemerzt wurden):

md /tmp mfs rw,-s512m,-S,nosuid,async 0 0

Swap habe ich ausgeschaltet. Auf eine SSD zu swappen bzw.
zu pagen ergibt nur in Ausnahmefällen Sinn (FreeBSD hat
leider nicht das Swapcache-Feature von DragonFly BSD).
Meine Workstation hat eh noch nie geswappt. Bei einem
Server mit SSD würde ich den Swap auf eine herkömmliche
Festplatte legen, oder sogar per NFS übers Netz swappen.
Und wenn ein Rechner regelmäßig swappt, dann ist da eh
etwas im Argen (z.B. zu wenig RAM, falsch konfigurierte
oder schlampig programmierte Software), das man beheben
sollte.

Gruß
Olli
--
Oliver Fromme, secnetix GmbH & Co. KG, Marktplatz 29, 85567 Grafing b. M.
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"... there are two ways of constructing a software design: One way
is to make it so simple that there are _obviously_ no deficiencies and
the other way is to make it so complicated that there are no _obvious_
deficiencies." -- C.A.R. Hoare, ACM Turing Award Lecture, 1980


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Bernd Walter
2011-01-09 22:38:43 UTC
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Post by Oliver Fromme
Post by Detlef Peeters
Post by Marc Santhoff
SSD macht Spaß. Es könnte höchstens noch eine kleine Moosgummiplatte
oder ein Polsterkissen mitgeliefert werden, damit man sich nicht am Kinn
verletzt, wenn es auf die Schreibtischplatte fällt. ;)
Hast Du die SSD ganz normal in Betrieb genommen, oder das Dateisystem
mit "newfs -E" angelegt?
Bei einer jungfräulichen SSD ist -E überflüssig. Die ist
ab Werk ja ohnehin leer.
Ich würde allerdings empfehlen, beim Partitionieren und
beim newfs auf das Alignment zu achten. Ich habe es so
gemacht, dass die erste Partition (ada0s1a) bei Sektor
65 beginnt. Wieso? Weil die BIOS-Geometrie 63 Sektoren
pro Spur annimmt, beginnt die erste Slice (ada0s1) bei
Sektor 63. (Die C/H/S-Geometrie ist zwar heutzutage fast
bedeutungslos, da ich aber von dem Ding booten möchte,
will ich mich nicht mit dem BIOS über solche Details
streiten.) 63 und 65 ergibt zusammen 128, d.h. die erste
Partition beginnt genau ab Sektor 128 (= 64 KB) auf der
Platte, was auf jeden Fall vom Alignment passt. Die
Partitionen sind alle Vielfache von 1 GB groß, so dass
deren Alignment ebenso passt.
Die Dateisysteme (UFS2) habe ich mit folgenden Kommandos
newfs -U -n -i XXX -b 32768 -f 4096 /dev/ada1s1X
Die meisten SSDs verwenden intern 4-KB-Sektoren (wie auch
die neuen WD-EARS-Festplatten und einige andere). Wenn
das Dateisystem immer nur mit ganzen Sektoren arbeitet,
Verlass dich nicht generel auf 4k.
Die Blockgrößen aktueller NAND-Flashchips können schon mal
deutlich größer sein und genau damit muss ein Flashlaufwerk
letzlich arbeiten.
Mir sind in datenblättern schon bei älteren Chips 8k begegnet.
Grundsätzlich hast du natürlich 32k Blockgröße und mit 4k
kommst du auf die Blockgröße eines VM-Pagesize, weswegen das
denoch sinnvoll sein kann.
Aus genau dem Grund der VM-Pagesize ist bei mit 32k/4k auch
bevorzugt.
Ich finde es leider ziemlich schade, dass die physikalische
Blockgröße selten abfragbar ist.
Post by Oliver Fromme
kann das die Performance verbessern bzw. erleichtert dem
SSD-Controller die Arbeit. Dafür sorgen die -b und -f
Optionen. -i rechne ich mir immer je nach Anwendungsfall
aus (Größe dividiert durch erwartete maximale Anzahl der
Dateien, mit etwas Sicherheitsspielraum). Kann man aber
auch weglassen, wenn man sich nicht sicher ist.
--
B.Walter <***@bwct.de> http://www.bwct.de
Modbus/TCP Ethernet I/O Baugruppen, ARM basierte FreeBSD Rechner uvm.


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Marc Santhoff
2011-01-10 00:47:01 UTC
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Post by Detlef Peeters
Post by Marc Santhoff
SSD macht Spaß. Es könnte höchstens noch eine kleine Moosgummiplatte
oder ein Polsterkissen mitgeliefert werden, damit man sich nicht am Kinn
verletzt, wenn es auf die Schreibtischplatte fällt. ;)
Hast Du die SSD ganz normal in Betrieb genommen, oder das Dateisystem
mit "newfs -E" angelegt?
Ganz normal, ich kenne das -E Flag nichtmal. Auf meinem noch in Betrieb
befindlichen Arbeitsrechner steht davon nix in der manpage.

$ uname -mrs
FreeBSD 7.2-STABLE i386

Im Moment läuft der Neue erstmal im Testbetrieb, allerdings sieht es so
aus, als könne es so bleiben. Ist aber noch nicht vollständig ...
--
Marc Santhoff <***@web.de>



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Marc Santhoff
2011-01-10 07:01:13 UTC
Permalink
Post by Marc Santhoff
Post by Detlef Peeters
Post by Marc Santhoff
SSD macht Spaß. Es könnte höchstens noch eine kleine Moosgummiplatte
oder ein Polsterkissen mitgeliefert werden, damit man sich nicht am Kinn
verletzt, wenn es auf die Schreibtischplatte fällt. ;)
Hast Du die SSD ganz normal in Betrieb genommen, oder das Dateisystem
mit "newfs -E" angelegt?
Ganz normal, ich kenne das -E Flag nichtmal.
Nachtrag:

Wenn die Warmduschermethode aka sysinstall dieses Flag benutzt,
eventuell doch. Aber lange gedauert hat es IIRC nicht.
--
Marc Santhoff <***@web.de>



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Oliver Fromme
2011-01-09 13:18:45 UTC
Permalink
Post by Marc Santhoff
Ich denke da z.B. an Musik, wenn man gerade sowieso bedudelt werden
möchte geht halt die zweite Platte nicht aus. Ist aber für mich nicht
wirklich interessant, ich benutze einen Kopfhörer. Das sind schon große
Mengen Bytes, die nicht permanent verfügbar sein müssen. Oder auch an
ISO-Images, die selten benötigt werden, PDF-Bücher, usw.
Solche Dinge habe ich gar nicht auf meiner Workstation,
sondern auf meinem Server (der besagte Dual-Core Atom-330),
der sie per NFS via Gigabit-Ethernet exportiert. Auf diese
Weise kann ich z.B. mp3s und Videos sowohl auf meiner Work-
station im Arbeitszimmer als auch mit dem Mediaplayer im
Wohnzimmer abspielen.
Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
ls -lU (großes "U")
Wenn man noch ein -r spendiert, wird auch danach sortiert.
Ups, glatt übersehen. Der text zu -U ist auch irgendwie undeutlich (für
mich). Danke sehr.
Hm. Ich finde den Text eigentlich eindeutig. Wie würdest
Du ihn denn noch verbessern wollen?
Post by Marc Santhoff
Also ist es letztlich das "System", daß die atime pflichtgemäß setzt,
aber cpdup verzichtet auf das Zurücksetzen. Die manpage spricht von
mtime als Vergleichkriterium, atime wird dann wohl automatisch gesetzt.
Also wenn cpdup mit aktualisierter mtime und noatime beim mount normal
arbeitet durchaus nutzbar.
Richtig.
Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Langer Rede kurzer Sinn: Wenn man regelmäßige Backups mit
einem Tool auf Dateisystem-Ebene macht, kann man die atimes
vergessen. Deren Nutzen ist dann deutlich eingeschränkt.
Für den Anwendungsfall die Nutzungshäufigkeit zu bestimmen, ja. Was kann
man dad noch mit anstellen? Ich habe die atime persönlich noch nicht
wissentlich abgefragt.
Wie gesagt: Viele MUAs vergleichen atime und mtime, um
festzustellen, ob man ungelesene E-Mails hat (das ist der
Fall, wenn mtime > atime). Auch login(1) tut dies, um beim
Einloggen »You have new mail« auszugeben. Ebenso manche
Shells, die dies in periodischen Abständen prüfen.
Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Als Work-around könnte man für die Dauer des Backups das
noatime-Flag setzen (mit »mount -u -o ...«, dazu muss man
nicht unmounten). Aber dann gehen einem wiederum reguläre
Lesezugriffe durch die Lappen, die zufällig während des
Backups auftreten.
Das sollte cpdup nicht stören, wenn es nur die mtime braucht, also auch
möglich.
Richtig, cpdup kümmert es überhaupt nicht. Ich meinte nur
für den Fall, dass man die (korrekte) atime anderweitig
Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Aber wie gesagt: Ich vermute, dass die meisten User eh
keine atimes brauchen und deren Fehlen nicht bemerken
würden.
[...]
Mal doof neugierig gefragt: Einen Sechskernprozessor, braucht man das?
Naja, es stand bei mir ohnehin ein Update an, und es gab
gerade ein Upgrade-Angebot mit dem Phenom II X6, einem
sehr guten Asus-Board und 4 GB RAM für 400 Euro. Da habe
ich nicht lange überlegt »brauch ich das«. :-)

Aber es hat sich herausgestellt, dass es duchaus nützlich
ist, gerade auch in Verbindung mit der SSD. Da durch die
SSD (50k IOPS!) die I/O-Latenzen drastisch herabsetzt werden,
hat der Prozessor häufiger Gelegenheit, Dinge parallel zu
tun.

Davon abgesehen erhöht sich durch die Anzahl der Kerne auch
die Größe des CPU-Caches (beim X6 sind es insgesamt knapp
10 MB), weshalb hier seltener eine Thrashing-Situation
vorkommen kann, wo sich Prozesse ständig gegenseitig aus
den Caches verdrängen.

Ein weiterer Punkt ist natürlich, dass Programm, die mit
Multithreading arbeiten, entsprechend schneller sind. Ein
Beispiel, dass ich persönlich verwende, ist ffmpeg. Bei
mehreren Prozessoren und/oder Kernen ist es deutlich
schneller, und ich finde das durchaus angenehm, wenn ich
einen Film von MPEG2 nach H264 umkodiere. Und es bleibt
immer noch genug Performance, umd gleichzeitig eine CD zu
brennen, mit Gimp zu arbeiten oder im Internet zu surfen,
ohne dass man dabei überhaupt merkt, dass im Hintergrund
gerade ein Video umkodiert wird.
Post by Marc Santhoff
Ich tendiere eher zu zwei bis maximal vier Kernen in der
"Energiesparversion", also mit geringer TDP.
Den Phenom II X6 gibt es inzwischen auch in einer etwas
sparsameren Version (95 W TDP; ich habe noch 125 W).
Wobei die TDP ohnehin nur das Maximum bei Volllast dar-
stellt. Wenn der Prozessor gerade idle ist oder nur ein
oder zwei Kerne etwas zu tun haben, dann liegt der Ver-
brauch sowieso deutlich darunter, zumal ich cpufreq(4)
und powerd(8) zur Regulierung einsetze. Wenn ich gerade
nur in einem xterm oder einem Mail- oder News-Client
herumtippe (so wie jetzt gerade), dann regelt powerd(8)
den Prozessor auf 0,1 GHz herunter.
Post by Marc Santhoff
[...]
Wenn jemand weiß, wo man gebrauchte (ATA-)Platten hinschenken kann,
bitte melden. ;)
Zum Beispiel:

http://de.freecycle.org/

Oder:

http://www.beschenkeboerse.de

Oder beim nächsten Supermarkt ein Zettelchen ans Schwarze
Brett tackern. Irgendein Schüler, der sich sonst mit
seinem Taschengeld schwer tun würde, wird sich sicherlich
über so eine Gabe freuen. Manchmal vermitteln auch
Schulen Hardware-Spenden; einfach mal fragen.

Gruß
Olli
--
Oliver Fromme, secnetix GmbH & Co. KG, Marktplatz 29, 85567 Grafing b. M.
Handelsregister: Registergericht Muenchen, HRA 74606, Geschäftsfuehrung:
secnetix Verwaltungsgesellsch. mbH, Handelsregister: Registergericht Mün-
chen, HRB 125758, Geschäftsführer: Maik Bachmann, Olaf Erb, Ralf Gebhart

FreeBSD-Dienstleistungen, -Produkte und mehr: http://www.secnetix.de/bsd

"In My Egoistical Opinion, most people's C programs should be indented
six feet downward and covered with dirt."
-- Blair P. Houghton


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Marc Santhoff
2011-01-10 01:11:32 UTC
Permalink
Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
ls -lU (großes "U")
Wenn man noch ein -r spendiert, wird auch danach sortiert.
Ups, glatt übersehen. Der text zu -U ist auch irgendwie undeutlich (für
mich). Danke sehr.
Hm. Ich finde den Text eigentlich eindeutig. Wie würdest
Du ihn denn noch verbessern wollen?
Ich hatte beim - wie immer hektischen ;) - Lesen nicht verstanden, daß
es auch um die Auflistung geht, sondern es nur auf die Sortierung
bezogen.
Und "printing" war als Assoziation zu totem Baum gleich ausgefiltert
worden. Wobei das wahrscheinlich meint, was ich suche. Ist wohl mehr
eine Sprachbarriere englisch-deutsch als ein falscher Text. Mit printing
ist natürlich printf(), etc. gemeint, dann paßt es.
Ein besseres englisches Wort für "ausgeben" hab' ich aber nicht parat.
Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Langer Rede kurzer Sinn: Wenn man regelmäßige Backups mit
einem Tool auf Dateisystem-Ebene macht, kann man die atimes
vergessen. Deren Nutzen ist dann deutlich eingeschränkt.
Für den Anwendungsfall die Nutzungshäufigkeit zu bestimmen, ja. Was kann
man dad noch mit anstellen? Ich habe die atime persönlich noch nicht
wissentlich abgefragt.
Wie gesagt: Viele MUAs vergleichen atime und mtime, um
festzustellen, ob man ungelesene E-Mails hat (das ist der
Fall, wenn mtime > atime). Auch login(1) tut dies, um beim
Einloggen »You have new mail« auszugeben. Ebenso manche
Shells, die dies in periodischen Abständen prüfen.
Ah ja, das muß ich mal testen.
Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
Mal doof neugierig gefragt: Einen Sechskernprozessor, braucht man das?
Naja, es stand bei mir ohnehin ein Update an, und es gab
gerade ein Upgrade-Angebot mit dem Phenom II X6, einem
sehr guten Asus-Board und 4 GB RAM für 400 Euro. Da habe
ich nicht lange überlegt »brauch ich das«. :-)
Okay, die Frage hätte weniger ketzerisch auch lauten sollen "was hat man
davon". ;)
Post by Oliver Fromme
Aber es hat sich herausgestellt, dass es duchaus nützlich
ist, gerade auch in Verbindung mit der SSD. Da durch die
SSD (50k IOPS!) die I/O-Latenzen drastisch herabsetzt werden,
hat der Prozessor häufiger Gelegenheit, Dinge parallel zu
tun.
Ist mir beim Kompilieren von Port auch aufgefallen, das geht sehr flott
zur Sache, auch mit "nur" zwei CPUs.
Wenn man jetzt noch die Werte für "configure" irgendwie
zwischenspeichern würde, zumindest einen oft benötigten Satz, wäre noch
eine Menge Zeit zu sparen. Auffallend oft wenn ich mal auf den
Bildschirm geguckt habe lief da sowas.
Post by Oliver Fromme
Davon abgesehen erhöht sich durch die Anzahl der Kerne auch
die Größe des CPU-Caches (beim X6 sind es insgesamt knapp
10 MB), weshalb hier seltener eine Thrashing-Situation
vorkommen kann, wo sich Prozesse ständig gegenseitig aus
den Caches verdrängen.
Ein weiterer Punkt ist natürlich, dass Programm, die mit
Multithreading arbeiten, entsprechend schneller sind. Ein
Beispiel, dass ich persönlich verwende, ist ffmpeg. Bei
mehreren Prozessoren und/oder Kernen ist es deutlich
schneller, und ich finde das durchaus angenehm, wenn ich
einen Film von MPEG2 nach H264 umkodiere. Und es bleibt
immer noch genug Performance, umd gleichzeitig eine CD zu
brennen, mit Gimp zu arbeiten oder im Internet zu surfen,
ohne dass man dabei überhaupt merkt, dass im Hintergrund
gerade ein Video umkodiert wird.
Klar, Video ist da *die* Anwendung, stimmt.
Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
Ich tendiere eher zu zwei bis maximal vier Kernen in der
"Energiesparversion", also mit geringer TDP.
Den Phenom II X6 gibt es inzwischen auch in einer etwas
sparsameren Version (95 W TDP; ich habe noch 125 W).
Wobei die TDP ohnehin nur das Maximum bei Volllast dar-
stellt. Wenn der Prozessor gerade idle ist oder nur ein
oder zwei Kerne etwas zu tun haben, dann liegt der Ver-
brauch sowieso deutlich darunter, zumal ich cpufreq(4)
und powerd(8) zur Regulierung einsetze. Wenn ich gerade
nur in einem xterm oder einem Mail- oder News-Client
herumtippe (so wie jetzt gerade), dann regelt powerd(8)
den Prozessor auf 0,1 GHz herunter.
Ah ja, hab' ich noch nicht so gesehen. Aber da ich bisher in fast allen
Situationen mit einem Athlon XP 2000 (ein Kern, 1666 echte MHz)
zufrieden war (außer bei Video ;), werde ich das so lassen. Der Kühler
ist auch schön klein und leise.
Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
[...]
Wenn jemand weiß, wo man gebrauchte (ATA-)Platten hinschenken kann,
bitte melden. ;)
http://de.freecycle.org/
http://www.beschenkeboerse.de
Fein, sowas hatte ich gesucht, danke. Nebenbei habe ich zusätzlich
erfahren, daß in der Lokalzeitung Verschenk-Angebote in den
Kleinanzeigen kostenlos veröffentlicht werden - da fürchte ich
allerdings den Telefon"terror".
Post by Oliver Fromme
Oder beim nächsten Supermarkt ein Zettelchen ans Schwarze
Brett tackern. Irgendein Schüler, der sich sonst mit
seinem Taschengeld schwer tun würde, wird sich sicherlich
über so eine Gabe freuen. Manchmal vermitteln auch
Schulen Hardware-Spenden; einfach mal fragen.
Das einzige derartige Brett ist beim letzten Umbau verschwunden, muß
glatt mal fragen, ob es noch an anderem Ort existiert.
--
Marc Santhoff <***@web.de>



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Oliver Fromme
2011-01-10 12:38:07 UTC
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Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
[...]
Post by Oliver Fromme
ls -lU (großes "U")
Hm. Ich finde den Text eigentlich eindeutig. Wie würdest
Du ihn denn noch verbessern wollen?
Ich hatte beim - wie immer hektischen ;) - Lesen nicht verstanden, daß
es auch um die Auflistung geht, sondern es nur auf die Sortierung
bezogen.
Und "printing" war als Assoziation zu totem Baum gleich ausgefiltert
worden. Wobei das wahrscheinlich meint, was ich suche.
Achso, verstehe. Ja, "printing" ist da vielleicht nicht
das beste Wort. Immerhin ist es konsistent; an den anderen
Stellen der Manpage ist auch immer von printing die Rede.

(Ich hatte zuerst die Vermutung, dass es an der Formulierung
»time when file was created« lag. An den meisten anderen
Stellen -- z.B. in stat(1) -- wird dieser Zeitpunkt nämlich
als »birth time« bezeichnet, denn so heißt auch das Element
im struct stat: st_birthtime.)
Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
[Nutzen von mehr CPU-Kernen]
Aber es hat sich herausgestellt, dass es duchaus nützlich
ist, gerade auch in Verbindung mit der SSD. Da durch die
SSD (50k IOPS!) die I/O-Latenzen drastisch herabsetzt werden,
hat der Prozessor häufiger Gelegenheit, Dinge parallel zu
tun.
Ist mir beim Kompilieren von Port auch aufgefallen, das geht sehr flott
zur Sache, auch mit "nur" zwei CPUs.
Wenn man jetzt noch die Werte für "configure" irgendwie
zwischenspeichern würde, zumindest einen oft benötigten Satz, wäre noch
eine Menge Zeit zu sparen. Auffallend oft wenn ich mal auf den
Bildschirm geguckt habe lief da sowas.
Ja, da hast Du völlig recht. Mich nervt das configure auch
schon immer. Meinetwegen könnte man das abschaffen.
Post by Marc Santhoff
Ah ja, hab' ich noch nicht so gesehen. Aber da ich bisher in fast allen
Situationen mit einem Athlon XP 2000 (ein Kern, 1666 echte MHz)
zufrieden war (außer bei Video ;), werde ich das so lassen. Der Kühler
ist auch schön klein und leise.
Das erinnert mich an ein ältere Kiste von mir; laut dmesg:
CPU: AMD Athlon(tm) XP 2500+ (1826.03-MHz 686-class CPU)

Verwende ich noch als Mail- und DNS-Server für eine handvoll
Domains und ein paar andere Kleinigkeiten. Es sind nur
512 MB RAM drin (für einen Desktop oder Workstation heutzu-
tage zu wenig), aufrüsten lohnt sich nicht. Besonders
energieeffizient ist der XP nicht, aber es ist auch nicht
sinnvoll, ihn wegzuschmeißen, nur um ihn durch einen VIA
oder Atom zu ersetzen.
Post by Marc Santhoff
Fein, sowas hatte ich gesucht, danke. Nebenbei habe ich zusätzlich
erfahren, daß in der Lokalzeitung Verschenk-Angebote in den
Kleinanzeigen kostenlos veröffentlicht werden - da fürchte ich
allerdings den Telefon"terror".
Notfalls im Supermarkt 'ne Prepaid-SIM kaufen (z.B. Fonic
oder sonstwas) und in ein altes, ausrangiertes Handy stecken.
Damit hast Du eine Wegwerfnummer, falls der "Terror" überhand
nehmen sollte. Die SIM ist zwar im prinzip gratis, wird aber
üblicherweise nur mit 10 Euro Guthaben verkauft, das man dann
halt abtelefonieren oder für SMS nutzen kann.

Gruß
Olli
--
Oliver Fromme, secnetix GmbH & Co. KG, Marktplatz 29, 85567 Grafing b. M.
Handelsregister: Registergericht Muenchen, HRA 74606, Geschäftsfuehrung:
secnetix Verwaltungsgesellsch. mbH, Handelsregister: Registergericht Mün-
chen, HRB 125758, Geschäftsführer: Maik Bachmann, Olaf Erb, Ralf Gebhart

FreeBSD-Dienstleistungen, -Produkte und mehr: http://www.secnetix.de/bsd

"Documentation is like sex; when it's good, it's very, very good,
and when it's bad, it's better than nothing."
-- Dick Brandon


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Marc Santhoff
2011-01-10 13:11:44 UTC
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Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
Ist mir beim Kompilieren von Port auch aufgefallen, das geht sehr flott
zur Sache, auch mit "nur" zwei CPUs.
Wenn man jetzt noch die Werte für "configure" irgendwie
zwischenspeichern würde, zumindest einen oft benötigten Satz, wäre noch
eine Menge Zeit zu sparen. Auffallend oft wenn ich mal auf den
Bildschirm geguckt habe lief da sowas.
Ja, da hast Du völlig recht. Mich nervt das configure auch
schon immer. Meinetwegen könnte man das abschaffen.
LOL

Nein, es nervt nicht. Ich dachte nur ganz ernsthaft, daß damit doch
Systemunterschiede festgestellt werden, die auf ein und demselben
Rechner eigentlich immer gleich lauten dürften. Wenn man die also
irgendwo speichert und nur bei Bedarf (System- oder Bibliotheksupdate)
aktualisiert, spart man beim massiven Kompilieren von Ports viel Zeit.
Aber wahrscheinlich ist der AUfwand für solche Lösung einigermaßen
groß ...
--
Marc Santhoff <***@web.de>



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Oliver Fromme
2011-01-10 14:57:06 UTC
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Post by Marc Santhoff
Post by Oliver Fromme
Post by Marc Santhoff
Ist mir beim Kompilieren von Port auch aufgefallen, das geht sehr flott
zur Sache, auch mit "nur" zwei CPUs.
Wenn man jetzt noch die Werte für "configure" irgendwie
zwischenspeichern würde, zumindest einen oft benötigten Satz, wäre noch
eine Menge Zeit zu sparen. Auffallend oft wenn ich mal auf den
Bildschirm geguckt habe lief da sowas.
Ja, da hast Du völlig recht. Mich nervt das configure auch
schon immer. Meinetwegen könnte man das abschaffen.
LOL
Nein, es nervt nicht.
Also, mich nervt es definitiv, schon seit mehr als 15 Jahren.
Post by Marc Santhoff
Ich dachte nur ganz ernsthaft, daß damit doch
Systemunterschiede festgestellt werden, die auf ein und demselben
Rechner eigentlich immer gleich lauten dürften.
Ganz so einfach ist es nicht. Es prüft auch bestimmte
Abhängigkeiten, die sich jederzeit ändern können (im Falle
von FreeBSD z.B. durch das Installieren oder Löschen von
Ports bzw. Packages). Da das configure-Zeug aus der GNU/
Linux-Ecke kommt, macht es keinen Unterschied zwischen
Basissystem und optionalen Paketen.
Post by Marc Santhoff
Wenn man die also
irgendwo speichert und nur bei Bedarf (System- oder Bibliotheksupdate)
aktualisiert, spart man beim massiven Kompilieren von Ports viel Zeit.
Aber wahrscheinlich ist der AUfwand für solche Lösung einigermaßen
groß ...
Schau Dir mal das configure-Framework an; das ist bereits
der reinste Dinosaurier. Der zusätzliche Aufwand für ein
paketübergreifendes Caching wäre wohl verschwindend gering;
das Aufwendigste daran wäre vermutlich noch, zu erkennen,
wann bestimmte Cache-Einträge nicht mehr gültig sein könnten.

Der Grund, warum es noch niemand implementiert hat, ist
vermutlich das oben erwähnte Nichtvorhandensein eines Basis-
systems bei Linux. Außerdem werden Rechner ja eh immer
schneller (die übliche Ausrede für pfuschige Programme);
auf meinem AMD-Phenom scrollt das configure-Zeug schon recht
fix durch. Wenn ich daran denke, wie "schnell" das vor zehn,
zwölf Jahren war ... Allerdings wurden damals auch nicht so
viele Dinge geprüft wie heute.

Gruß
Olli
--
Oliver Fromme, secnetix GmbH & Co. KG, Marktplatz 29, 85567 Grafing b. M.
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"The scanf() function is a large and complex beast that often does
something almost but not quite entirely unlike what you desired."
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Christian Weisgerber
2011-01-10 15:14:05 UTC
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Post by Marc Santhoff
Wenn man jetzt noch die Werte für "configure" irgendwie
zwischenspeichern würde, zumindest einen oft benötigten Satz, wäre noch
eine Menge Zeit zu sparen. Auffallend oft wenn ich mal auf den
Bildschirm geguckt habe lief da sowas.
Die Stichwörter dazu sind CONFIG_SITE und --cache-file.

Mit der Environment-Variable CONFIG_SITE kann man auf ein vorhandenes
Cache-File verweisen, dessen Inhalt eingelesen wird. Mit der Option
--cache-file kann man eines angeben, das gelesen und um neue Einträge
ergänzt wird.

Bei OpenBSD wird das an verschiedenen Stellen verwendet:

* Bei Ports, die GNU configure verwenden, wird ein umfangreicher
vordefinierter Cache aus ports/infrastructure/db/config.site
geladen.

* Xorg ist bei OpenBSD nicht in den Ports, sondern neben Basissystem
und Ports ein dritter Bestandteil. Ein paar Definitionen werden
aus xenocara/etc/config.site geladen, aber insbesondere benutzen
alle Xorg-Komponenten ein gleiches temporäres Cache-File.

* Auch im Basissystem finden sich ein paar Dinge, die GNU configure
verwenden, und man kann optional die Verwendung eines gemeinsamen
temporären Cache-Files vorgeben.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de


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